In Dortmund mussten Einsatzkräfte wegen gemeldeter Schusswaffen ausrücken. Dabei wurden Haftbefehle vollstreckt und gefährliche Gegenstände sichergestellt.
Polizei Dortmund stellt Sturmgewehrmodell, Messer und Drogen sicher

Dortmund (ost)
Lfd. Nr.: 0563
In zwei Fällen musste die Dortmunder Polizei am Sonntagnachmittag (2. August) wegen gemeldeter Schusswaffen im Stadtgebiet eingreifen. Neben der Sicherstellung von unbrauchbar gemachten Sturmgewehren, Schreckschuss- und Luftdruckwaffen vollstreckten die Beamten auch mehrere Haftbefehle.
Vorfall 1: Am Sonntag gegen 16:15 Uhr meldeten Zeugen eine Person in der Lambachstraße, die angeblich aus ihrer Erdgeschosswohnung heraus Nachbarn im angrenzenden Garten mit einer Schusswaffe bedrohte.
Nachdem ein Anwohner den Polizisten die Hauseingangstür geöffnet hatte, öffnete der Verdächtige gleichzeitig die direkt gegenüberliegende Wohnungstür. Die Einsatzkräfte forderten den 66-jährigen Dortmunder sofort unter Vorhalt der Dienstpistole auf, sich auf den Boden zu legen. Er folgte dieser Anweisung und wurde daraufhin widerstandslos festgenommen.
Nach Zustimmung des Verdächtigen betraten die Einsatzkräfte die Wohnung. Hinter einem Vorhang neben der Eingangstür fanden sie ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow sowie eine täuschend echt aussehende, silberne Spielzeugpistole in einem Schuh. Eine genaue Überprüfung ergab, dass der Lauf des Sturmgewehrs unbrauchbar gemacht worden war.
Der betrunkene 66-Jährige wurde zur Polizeiwache gebracht. Dort stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Den haftbefreienden Betrag konnte er bezahlen. Die Beamten führten eine Gefährderansprache durch. Da die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht gegeben waren, wurde er nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen von der Polizeiwache entlassen.
Das Sturmgewehr und die täuschend echt aussehende Spielzeugpistole wurden von den Beamten mit Zustimmung des Mannes sichergestellt. Gegen den 66-jährigen Dortmunder leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Bedrohung und einer Straftat nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz ein.
Vorfall 2: Nur wenig später, gegen 16:35 Uhr, alarmierten Zeugen die Polizei wegen eines weiteren Vorfalls in der Wörthstraße. Ein betrunkener 36-jähriger Dortmunder soll im Innenhof eines Mehrfamilienhauses gezielt auf einen Baum geschossen haben. Bevor die Polizei eintraf, hatte der Tatverdächtige den Ort zunächst verlassen. Allerdings kehrte er kurz darauf zu seiner Wohnanschrift zurück und wurde von den Polizisten im Erdgeschoss bemerkt.
Daraufhin umstellten die Beamten das Gebäude und forderten den Mann lautstark auf, unbewaffnet und langsam die Wohnung zu verlassen. Er folgte der Anweisung und wurde im Flur widerstandslos festgenommen.
Nach seiner Zustimmung wurde die Wohnung auf Waffen durchsucht. Neben einer Gasdruckpistole, einem Luftgewehr und einer Armbrust fanden die Beamten mehrere Macheten, Messer sowie mit Schrauben präparierte Holzlatten. In der Küche entdeckten sie außerdem ein Päckchen mit mutmaßlichen Betäubungsmitteln.
Eine Überprüfung des 36-Jährigen ergab zudem, dass gegen ihn zwei offene Haftbefehle vorlagen. Da er den haftbefreienden Betrag nicht aufbringen konnte, wurde er festgenommen und in das Polizeigewahrsam gebracht. Die Waffen, gefährlichen Gegenstände und Betäubungsmittel wurden von den Einsatzkräften sichergestellt.
Gegen den 36-jährigen Dortmunder leiteten die Beamten mehrere Strafverfahren ein. Unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz.
Quelle: Presseportal








