Das Polizeipräsidium Hamm führt vom 5. bis zum 9. Oktober eine Schwerpunktwoche zur Prävention von Taschendiebstahl durch. Mitarbeiter informieren über geeignete Schutzmaßnahmen und stehen für Fragen zur Verfügung.
Polizei Hamm sensibilisiert gegen Taschendiebstahl

Hamm (ost)
Taschendiebe nutzen jede Gelegenheit – und oft reichen wenige Sekunden, um unbemerkt an Geldbörse, Handy oder andere Wertsachen zu gelangen. Um Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren zu sensibilisieren und über geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren, führt das Polizeipräsidium Hamm vom 5. bis zum 9. Oktober eine Schwerpunktwoche zur Prävention von Taschendiebstahl durch.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kriminalkommissariats “Kriminalprävention und Opferschutz” stehen dabei auch persönlich für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Am Montag, 5. Oktober, sind sie mit einem Informationsstand vor dem Aldi an der Grünstraße anzutreffen. Am Freitag, 9. Oktober, informieren sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei im Hammer Hauptbahnhof.
“Taschendiebe sind häufig sehr geübt und nutzen gezielt Situationen aus, in denen Menschen abgelenkt sind – beispielsweise beim Einkaufen, im Gedränge oder beim Ein- und Aussteigen”, erklärt KHKin Svenja Jösting. “Schon mit wenigen einfachen Verhaltensweisen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.”
Taschendiebstahl gehört zu den häufigsten Delikten im öffentlichen Raum. Im Jahr 2025 wurden im Hammer Stadtgebiet insgesamt 228 Fälle registriert. Im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits 150 Fälle.
Die Aufklärung gestaltet sich häufig schwierig. Betroffene bemerken den Diebstahl nicht selten erst einige Zeit nach der Tat. Taschendiebe arbeiten zudem häufig professionell und teilweise in arbeitsteiligen Gruppen. Dabei lenken sie ihre Opfer beispielsweise gezielt ab, während eine weitere Person die Wertsachen entwendet.
Die Polizei gibt folgende Tipps:
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 stiegen signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 1980 auf 2725 stieg, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 1897 relativ konstant. Von diesen Verdächtigen waren 1442 männlich und 455 weiblich, wobei die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 1284 auf 1520 zunahm. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region mit den meisten Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 39.519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








