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Polizei im Rhein-Kreis Neuss etabliert neue Wachstrukturen

Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss hat ab März 2026 neue Wachstrukturen dauerhaft etabliert, um Effizienz und Sicherheit zu verbessern.

Foto: unsplash

Rhein-Kreis Neuss (ost)

Im Rhein-Kreis Neuss wurde am 1. November 2025 zunächst eine Testphase gestartet, um die Wachstrukturen in Grevenbroich und Jüchen anzupassen. Die Wachbereiche wurden während dieser Erprobung von der Polizeiwache Grevenbroich aus koordiniert.

Nach den ersten Auswertungen der Testphase hat Landrätin Katharina Reinhold beschlossen, das Konzept ab Anfang März 2026 auf weitere Teile des Kreisgebiets auszuweiten. Die Erkenntnisse aus der Wachdienstuntersuchung, die eine umfassende Analyse der Strukturen im gesamten Kreis empfohlen hatte, bildeten die Grundlage dafür.

Seitdem werden auch die Wachbereiche Meerbusch und Korschenbroich von der Polizeiwache Kaarst aus zentral gesteuert. Die Kräfte werden weiterhin entsprechend der örtlichen Einsatzräume aufgeteilt. Die Polizeibeamten beginnen ihren Dienst in Kaarst und Grevenbroich, von wo aus sie in die jeweiligen Streifenbezirke ausrücken, um Präsenz zu zeigen, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und Einsätze direkt vor Ort wahrzunehmen.

(Link zur Pressemitteilung aus Januar: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65851/6199659 )

Das Ziel der Neustrukturierung ist es, die Qualität und Effizienz der polizeilichen Arbeit zu steigern, die bisherige ungleiche Auslastung der Einsatzkräfte im Kreis auszugleichen und die Zusammenarbeit sowie Führung vor Ort zu stärken. Die umfassenden Auswertungen zeigen, dass diese Ziele erreicht wurden. Daher hat die Kreispolizeibehörde beschlossen, die während der Testphase eingeführten Strukturen dauerhaft beizubehalten.

Ein wichtiger Teil der begleitenden Bewertung war die Analyse der Einsatzreaktionszeiten – also der Zeit zwischen Notrufeingang und dem Eintreffen der Polizei am Einsatzort. Dabei wurden alle polizeilichen Einsätze verschiedener Prioritäten berücksichtigt. Erfreulicherweise liegen die Einsatzreaktionszeiten insgesamt auf dem Niveau der Vorjahre, wobei die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss weiterhin Spitzenwerte erreicht und in der direkten Vergleichsgruppe sogar den ersten Platz belegt.

Die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss trägt die Verantwortung für die Sicherheit aller Bürger im Kreisgebiet. Dank der neuen Wachstruktur profitieren nun alle Städte und Gemeinden von einer gerechteren Verteilung der Ressourcen und einer konstant hohen polizeilichen Präsenz. Es gab keine konkreten Beschwerden seitens der Bevölkerung nach den anfänglichen Bedenken.

Die Polizei bleibt in allen Kommunen wie bisher jederzeit ansprechbar, um weiterhin bürgernah zu agieren. Alle Standorte im Kreisgebiet sind als zentraler Anlaufpunkt ausgewiesen, um die lokale Erreichbarkeit und Präsenz zu gewährleisten.

Die Bürger erwarten eine moderne, effiziente und bürgernahe Polizei. Die dauerhafte Beibehaltung der neuen Wachstrukturen trägt dazu bei. Die Kreispolizeibehörde wird die Entwicklung weiterhin genau verfolgen und regelmäßig überprüfen, um flexibel auf Veränderungen und neue Anforderungen reagieren zu können.

Ein weiterer positiver Effekt der Neustrukturierung ist die verbesserte Erreichbarkeit und Verfügbarkeit von Führungskräften. Durch die verstärkte Präsenz der Führung vor Ort, kürzere Kommunikationswege und die engere operative Unterstützung der Einsatzkräfte wird die polizeiliche Arbeit qualitativ verbessert. Die Aufhebung starrer Wachgrenzen ermöglicht eine engere Zusammenarbeit zwischen Führung und Einsatzkräften, schnellere Entscheidungsfindung und eine spürbare Steigerung der Qualität der Polizeiarbeit im täglichen Einsatz.

Die Landrätin hat sich ein umfassendes Bild von der neuen Struktur gemacht und bereits während der Testphase Gespräche mit den beteiligten Kollegen geführt. Sie begleitete auch jeweils einen Spätdienst im südlichen und nördlichen Kreisgebiet, um aus erster Hand Eindrücke zu sammeln.

Nach Abschluss der Testphase suchte die Landrätin auf eigene Initiative erneut den direkten Austausch mit den Mitarbeitern und organisierte eine Personalversammlung. Ziel war es, ein aktuelles und unverfälschtes Meinungsbild der Beschäftigten zu erhalten und ihre Erfahrungen in die Bewertung der neuen Wachstruktur einfließen zu lassen.

Mehrheitlich sprachen sich die Mitarbeiter für die Beibehaltung der modernisierten Wachstruktur aus. Die Rückmeldungen bestätigten die positiven Erfahrungen aus der Testphase und flossen in die Entscheidung zur dauerhaften Fortführung der neuen Wachstrukturen ein.

Quelle: Presseportal

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