Am Montagvormittag, 02. November, nahmen Spezialeinheiten fünf Verdächtige im Alter von 18 bis 25 Jahren fest. Ein 22-Jähriger zog eine Pistole und wurde auf der Flucht von einem Polizeihund verletzt.
Polizei verhindert Überfall auf Geldkurier in Sankt Augustin

Sankt Augustin (ost)
Nach umfangreichen Ermittlungen vereitelte die Polizei des Rhein-Sieg-Kreises am Montagvormittag (02. November) einen vorgesehenen Raubüberfall auf einen Geldkurier in Sankt Augustin. Fünf Tatverdächtige zwischen 18 und 25 Jahren wurden von Spezialeinheiten festgenommen. Kurz vor seiner Festnahme zog einer der Männer (22) eine Pistole.
Die Ermittler waren durch Hinweise aufgeschreckt worden: Geplant war ein Überfall auf einen Mitarbeiter, der regelmäßig hohe Bargeldsummen bei einer Bank abholt. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bonn nahm das Kriminalkommissariat 3 in Siegburg daraufhin intensive Ermittlungen auf. Dabei ermittelten sie das betroffene Unternehmen sowie die Bankfiliale und präzisierten die Hinweise auf die vorgesehene Tat.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse plante die Polizei einen umfangreichen Einsatz unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften. Gegen 10:25 Uhr verschärfte sich die Situation: Auf dem Parkplatz der Bank begaben sich zwei Verdächtige in die Nähe des Geldkuriers. Beide waren bereits vermummt, und einer von ihnen zog eine Schusswaffe.
Noch bevor es zum Überfall kommen konnte, schritt die Polizei ein und verhaftete die beiden Männer. Der bewaffnete 22-Jährige unternahm einen Fluchtversuch, wurde jedoch von einem eingesetzten Polizeihund gestellt und dabei am Arm verletzt. Seine Schusswaffe ließ der Mann fallen; sie wurde sichergestellt. Anschließend erfolgte seine Behandlung im Krankenhaus unter Bewachung.
In der Umgebung des Tatortes verhafteten die Einsatzkräfte drei weitere Verdächtige, die in bereitstehenden Fluchtfahrzeugen saßen. Die Polizei stellte zwei Pkw sicher; beim Zugriff entstand ein geringer Sachschaden. Die Insassen wurden nicht verletzt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn werden die fünf Beschuldigten heute dem Haftrichter vorgeführt. Das Resultat der Haftprüfung liegt derzeit noch nicht vor. Das Kriminalkommissariat 3 in Siegburg ermittelt weiterhin zu den Hintergründen der Tatplanung und den Tatbeteiligungen. (Bi)
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der erfassten Raubfälle von 11.270 im Jahr 2022 auf 12.625 im Jahr 2023 – ein Anstieg um rund 12 Prozent. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen 2023 die meisten Raubfälle aller Bundesländer. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 6.473 auf 7.478, während die Zahl der Tatverdächtigen von 8.073 auf 9.103 zunahm. Unter ihnen waren 2023 insgesamt 8.213 Männer und 890 Frauen; 2022 waren es 7.238 Männer und 835 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg von 3.590 auf 4.163.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der registrierten Mordfälle von 380 im Jahr 2022 auf 470 im Jahr 2023, ein Anstieg um 90 Fälle beziehungsweise 23,7 Prozent. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen 2023 die meisten Mordfälle aller Bundesländer. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 357 auf 443. Zugleich stieg die Zahl der Tatverdächtigen von 518 auf 671: 2022 waren es 458 Männer und 60 Frauen, 2023 waren es 596 Männer und 75 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen nahm von 206 auf 310 zu.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








