Nach einem mutmaßlichen Drogenhandel wurde ein Mann festgenommen. Die Polizei zog eine positive Bilanz nach einem gemeinsamen Schwerpunkteinsatz.
Polizeiaktion in Bottrop

Recklinghausen (ost)
Kriminalität keinen Raum geben und für Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein – mit diesem Ziel war die Polizei Recklinghausen zusammen mit dem Kommunalem Ordnungsdienst der Stadt Bottrop und der Bundespolizei am Mittwoch bei einem weiteren gemeinsamen Schwerpunkteinsatz rund um den ZOB, den Berliner Platz und den Ehrenpark unterwegs.
Öffentliche Bereiche, an denen viele Menschen aufeinandertreffen und es zu Straftaten kommt, können bei Bürgerinnen und Bürger zu einem Unsicherheitsgefühl führen. Neben den regelmäßigen Schwerpunkteinsätzen bestreift die Polizei Recklinghausen deshalb mehrmals täglich genau diese Plätze.
„Mit den Maßnahmen verfolge ich mehrere Ziele: Sicherheit soll für die Menschen sichtbarer werden, potentielle Straftäter werden im besten Fall von einer Tat abgehalten. Kommt es doch zu einer Straftat, werden Tatverdächtige direkt vor Ort gestellt. Der Kontrolldruck bleibt hoch – für mehr Sicherheit und weniger Tatgelegenheiten“, erklärt Recklinghausens Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.
Dafür setzt die Polizei Recklinghausen unter anderem die Mobile Wache direkt am ZOB als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger ein. Hier können nicht nur Beobachtungen gemeldet und Anzeigen erstattet werden – auch lockere Gespräche sind herzlich willkommen. „Sprechen Sie meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt vor Ort an, weisen Sie auf Probleme in ihrem Stadtteil hin. Das hilft uns, bestehende Konzepte anzupassen oder Maßnahmen neu zu treffen“, so Zurhausen.
Die gemeinsamen Schwerpunkteinsätze sind seit 2019 ein fester Baustein der Sicherheitsagenda des Polizeipräsidiums Recklinghausen.
Dabei sind neben uniformierten Beamtinnen und Beamten auch regelmäßig zivile Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. „Potentielle Täter sollen nicht das Gefühl haben, dass sie sich in einem rechtsfreien Raum bewegen, sobald die uniformierte Polizei aus ihrem Blickfeld verschwindet,“ betont Friederike Zurhausen.
Auch gestern nahmen über 60 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit wahr, mit Polizei und Ordnungsamt Gespräche zu führen – die Rückmeldungen zum gemeinsamen Einsatz waren durchweg positiv. Hier die Bilanz:
In unmittelbarer Nähe zum ZOB nahm die Polizei einen 43-jährigen Mann aus Oberhausen vorläufig fest. Die Polizistinnen und Polizisten konnten gegen 13:20 Uhr einen mutmaßlichen Drogenhandel zwischen dem Tatverdächtigen und einer weiteren Person beobachten. Bei seiner Festnahme versuchte der 43-Jährige zu flüchten, konnte aber durch die Polizei gestellt werden. Dabei leistete er Widerstand. Ein Polizist wurde leicht verletzt, verblieb aber dienstfähig. Der Mann hatte auch ein verbotenes Messer bei sich. Das Messer sowie die bei ihm aufgefundenen Betäubungsmittel und entsprechende Utensilien, wurden durch die Polizei sichergestellt. Die Polizei leitete entsprechende Strafverfahren ein.
Insgesamt überprüfte die Polizei gestern knapp 30 weitere Personen. Gegen zwei Personen sprachen die Beamtinnen und Beamten Platzverweise aus.
43 Bürgerinnen und Bürger mussten aufgrund verschiedener Verstöße Verwarngelder bezahlen. 22 Personen erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Nach Verkehrskontrollen mussten zwei Strafverfahren eingeleitet werden.
Wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz schrieben die Einsatzkräfte zwei weitere Berichten.
Auch in der kommenden Woche steht die Mobile Wache am Montag (09. März) und am Freitag (13. März) in der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr am ZOB.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56.367 auf 57.879. Darunter waren 49.610 männliche Verdächtige und 6.757 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, im Jahr 2023 waren es 51.099 männliche Verdächtige und 6.780 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an erfassten Drogenfällen mit 73.917.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








