Die Polizei im Hochsauerlandkreis führt umfangreiche Ermittlungen gegen eine Tätergruppierung. Mehrere Festnahmen und große Mengen Betäubungsmittel und Bargeld wurden sichergestellt.
Polizeiaktion „Watte“: Festnahmen und Sicherstellungen

Hochsauerlandkreis (ost)
Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis führt seit Ende Oktober 2025 umfangreiche Ermittlungen gegen eine überörtlich agierende Tätergruppierung wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei der KPB Hochsauerlandkreis, hier insbesondere durch das Kriminalkommissariat 3, geführt.
Im Verlauf der Ermittlungen kam es zunächst am 25.10.2025 zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen aus Arnsberg (35 und 45 Jahre). Dabei wurden 2,3 Kilogramm Amphetamin sichergestellt; in beiden Fällen wurden Haftbefehle erlassen.
Am 22.12.2025 erfolgte eine weitere Festnahme im Bereich Olsberg (33 Jahre). Hier wurden ein Liter Amphetaminöl sowie ein Kilogramm Ketamin aufgefunden und sichergestellt; auch hier wurde ein Haftbefehl erlassen.
Im weiteren Verlauf identifizierten die Ermittler einen 45-jährigen Tatverdächtigen aus Wuppertal sowie weitere Beschuldigte. Gegen diese Gruppe wurden am 13.02.2026 in Wuppertal und Lüdinghausen insgesamt fünf Objekte durchsucht und vier Haftbefehle vollstreckt. Dabei stellten die Einsatzkräfte u.a. folgende Mengen sicher:
Amphetaminöl: 33 Liter (zur Herstellung von ca. 99 Kilogramm konsumfähigem Amphetamin) Amphetamin: 15,4 Kilogramm Kokain: 8,45 Kilogramm Marihuana: 1,4 Kilogramm Haschisch: 283 Gramm LSD: 5.000 Konsumeinheiten Ecstasy: 126 Gramm Ketamin: 239 Gramm Potenzmittel („Cobra“): 762 Stück Bargeld: 105.000,00 EUR Geschätzter Straßenverkaufswert der Betäubungsmittel: ca. 1.528.000 EUR
„Solche Sicherstellungsmengen sind sicher außergewöhnlich und für uns als Polizei eine toller Ermittlungserfolg. Es verdeutlicht aber zugleich die Dimension dessen, was auf unseren Straßen rund um Betäubungsmittel geschieht“, verdeutlicht Deniz Özkan, Leiter der Kriminalpolizei im HSK.
Am 24.02.2026 wurde zudem ein weiterer, bislang noch aktiver Tatverdächtiger bei der Übernahme von drei Kilogramm Marihuana angetroffen und festgenommen. Im Anschluss wurden drei weitere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt; hierbei wurden zwei weitere Tatverdächtige (28 und 37 Jahre) vorläufig festgenommen und weitere zwei Kilogramm Marihuana sichergestellt. Gegen den 28-jährigen Tatverdächtigen wurde ein Haftbefehl erlassen.
„Die konsequente Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität im HSK und den dahinter liegenden Strukturen von teils organisierter Kriminalität bleibt auch im Jahr 2026 ein wichtiger Baustein unserer Kriminalitätsbekämpfung.“
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 56367 auf 57879. Unter den Verdächtigen waren 49610 Männer und 6757 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 Männer und 6780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen mit 73917.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








