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Polizeieinsatz in Dortmund Dorstfeld

Einsatzkräfte der Polizei entdeckten Reichsflaggen an einem Haus in Dortmund-Dorstfeld. Bei der Entfernung wurden Polizisten angegriffen.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0353

Beamte der Dortmunder Polizei entdeckten am 1. Mai 2026 gegen 07:00 Uhr an einem Gebäude in der Tusneldastraße in Dortmund-Dorstfeld 25 schwarz-weiß-rote Fahnen (Reichsflaggen), die dort aufgehängt waren. Außerdem befand sich dort auch ein Banner von etwa 6 m x 1,5 m Größe. In diesem Haus halten sich regelmäßig Personen aus dem rechtsextremen Bereich auf.

Nach rechtlicher Prüfung durch die Polizistinnen und Polizisten vor Ort stellte dies eine Ordnungswidrigkeit dar. Deshalb wurden die anwesenden Bewohner aufgefordert, die Fahnen abzunehmen. Da sie dieser Aufforderung nicht nachkamen, nahm die Polizei die Fahnen größtenteils ab und beschlagnahmte sie.

Während dieser Maßnahmen wurden die eingesetzten Beamten aus einem Fenster im Obergeschoss des Gebäudes mit einem Gegenstand beworfen, der knapp an einem Beamten vorbeiflog.

Aufgrund einer Mobilisierung in den sozialen Medien erschienen mehrere Personen aus dem rechten Spektrum als Zuschauer/Unterstützer vor Ort, wobei etwa 20 Personen aus dieser Gruppe nach kurzer Zeit zum Dortmunder Hauptbahnhof gingen. Diese Gruppe schloss sich mit einer anderen Gruppe von etwa 50 Personen aus dem rechten Spektrum zusammen, die bereits am Hauptbahnhof Dortmund auf sie warteten, um gemeinsam nach Essen zu fahren.

Diese Personengruppe wurde von Bundespolizeikräften in einem Regionalexpress nach Essen begleitet, wo dann zur Gefahrenabwehr Identitätsfeststellungen durchgeführt wurden, verbunden mit Gefährderansprachen.

Hinweis:

Weitere Informationen zu diesen Maßnahmen erhalten Medienvertreter über die Polizei in Essen unter den bekannten Nummern.

Die Polizei Dortmund leitete aufgrund des Angriffs auf die Einsatzkräfte in Dortmund ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

Zur Ergreifung des sich weiterhin im Gebäude aufhaltenden Tatverdächtigen wurde über die Staatsanwaltschaft Dortmund beim Amtsgericht Dortmund ein Durchsuchungsbeschluss beantragt. Der zuständige Amtsrichter stimmte diesem Antrag zu. Noch vor Beginn der Durchsuchungsmaßnahmen stellte sich der Verantwortliche, ein 24-jähriger Dortmunder, bei der Polizei vor Ort. Auch der 24-Jährige ist dem rechtsextremen Spektrum in Dortmund zuzuordnen.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde er vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizei Dortmund ist für die weiteren Ermittlungen zuständig.

Quelle: Presseportal

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