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Polizeieinsatz in Höxter Lüchtringen

Streifenbeamte nahmen einen 35-Jährigen fest, der eine Frau schlug und einen Mann schwer verletzte. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Foto: Depositphotos

Bielefeld (ost)

Am Sonntag, den 19.04.2026, wurde ein 35-jähriger Bewohner in Lüchtringen von Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter festgenommen, nachdem er eine 58-jährige Frau angegriffen und einen 66-jährigen Mann schwer verletzt hatte. Die Ermittlungen wurden von einer Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld übernommen.

Um 02:45 Uhr soll der 35-Jährige eine Fensterscheibe einer Gaststätte in Lüchtringen und mehrere Autos sowie Blumenkübel beschädigt haben. Die Polizei traf den Verdächtigen und die verletzte 58-Jährige aus Holzminden auf der Straße Kattenbühl an. Der verletzte 66-Jährige aus Lüchtringen befand sich im Innenhof eines Wohnhauses neben den beiden Personen.

Es wird angenommen, dass der 35-Jährige den 66-Jährigen mit einer Eisenstange schwer am Kopf verletzt hat. Der ältere Mann musste intensivmedizinisch behandelt werden, ist aber mittlerweile außer Lebensgefahr.

Es wird vermutet, dass die Frau und der Mann den 35-Jährigen aufgrund früherer Unstimmigkeiten zur Rede stellen wollten. Die Nationalität des mutmaßlichen Täters wurde nicht bekannt gegeben. Bei der Tat wurden eine Hantelstange des 35-Jährigen und ein Baseballschläger sichergestellt. Der Baseballschläger soll von der Frau und dem Mann mitgeführt worden sein, als sie das Wohnhaus betraten. Bei der Festnahme soll sich der Mann außerdem gegen die Polizei gewehrt haben, wodurch ein Polizist verletzt wurde.

Die ersten Maßnahmen nach der Tat wurden von Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter und der Bielefelder Mordkommission, unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Moritz Rawe, eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Paderborn stellte am Montag, den 20.04.2026, einen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gegen den 35-Jährigen.

Am Montagnachmittag wurde der Tatverdächtige vor eine Haftrichterin am Amtsgericht Höxter gebracht, die einen Haftbefehl gegen ihn erließ.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Im Vergleich zu der Region in Nordrhein-Westfalen mit den meisten aufgezeichneten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass die Kriminalitätsrate in dieser Region besorgniserregend hoch ist.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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