Am Montagabend ereignete sich ein räuberischer Diebstahl in Lünen. Polizeihund „Tiu“ half bei der Festnahme der drei Tatverdächtigen.
Polizeihund „Tiu“ schnappt Trio, Drei Festnahmen nach räuberischem Diebstahl in Lünen-Süd

Dortmund (ost)
Laufende Nummer: 0441
Am Montagabend (1. Juni) gegen 22:40 Uhr wurde an der Derner Straße in Lünen ein räuberischer Diebstahl unter Verwendung einer Schusswaffe und eines Messers an einer 24-jährigen Dortmunderin begangen. Die drei Verdächtigen versuchten zu fliehen, aber sie hatten nicht mit dem Diensthund „Tiu“ gerechnet. Die Polizisten nahmen alle drei kurz darauf fest.
Ersten Erkenntnissen zufolge war die 24-jährige Frau aus Dortmund auf der Derner Straße unterwegs, als sie von drei maskierten Personen angesprochen wurde. Unter Androhung einer Schusswaffe und eines Messers forderten sie die Frau auf, ihnen all ihre Wertgegenstände auszuhändigen. Die Täter erbeuteten ein Smartphone und flüchteten in den angrenzenden Volkspark.
Kurz darauf kamen Freunde der Dortmunderin am Tatort an und alarmierten die Polizei. Danach machten sie sich mit dem Auto auf die Suche nach den Flüchtigen. Tatsächlich konnten sie im angrenzenden Volkspark drei Personen entdecken, auf die die Beschreibung der 24-Jährigen passte, und gaben die Informationen über den Notruf an die Polizei weiter.
Einige Zeit später konnten zivile Einsatzkräfte zwei Verdächtige festnehmen, als sie den Park verließen. Einer der Täter versuchte zu fliehen und versteckte sich vergeblich im Unterholz. Trotz wiederholter Aufforderung weigerte sich der Mann, sich zu erkennen zu geben. Doch der feinen Nase des herbeigerufenen Diensthundes „Tiu“ konnte er nicht entkommen. Als der Hund ihn aufspürte, führte der 14-Jährige eine Abwehrbewegung aus, woraufhin der Hund ihn in den rechten Arm biss. Der Jugendliche erlitt eine leichte, oberflächliche Verletzung. Er lehnte eine Behandlung durch den Rettungsdienst ab.
Die drei Verdächtigen sind ein 14-Jähriger aus Hamburg, ein 16-Jähriger aus Lünen und ein 18-Jähriger aus Castrop-Rauxel.
Alle drei wurden festgenommen, in Polizeigewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Die Einsatzkräfte stellten ein Messer, eine schwarze Softairwaffe und schwarze Sturmhauben sicher. Auch die Smartphones der beiden Jugendlichen bzw. des jungen Erwachsenen wurden beschlagnahmt.
Das Trio muss sich nun wegen räuberischer Erpressung verantworten. Die Beamten leiteten ein entsprechendes Strafverfahren ein. Derzeit wird geprüft, ob die drei Verdächtigen auch für eine kurz zuvor gemeldete Bedrohung in der Lutherstraße in Lünen verantwortlich sind.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit insgesamt 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt







