Ein 57-jähriger Niederländer wurde auf der Autobahn 3 festgenommen, da er wegen Rauschgiftkriminalität per europäischem Haftbefehl gesucht wird.
Polizeiteam erfolgreich: 57-Jähriger festgenommen

Kleve – Rees (ost)
Am Mittwochmittag, dem 28. Januar 2026, wurde ein 57-jähriger Niederländer als Fahrer in einem Personenkraftwagen mit tschechischer Zulassung auf der Autobahn 3 an der Anschlussstelle Rees von einem grenzüberschreitenden Polizeiteam kontrolliert, nachdem er aus den Niederlanden eingereist war. Der Reisende präsentierte den Beamten seinen gültigen niederländischen Reisepass. Die Überprüfung der Personendaten in den polizeilichen Datenbanken ergab, dass die bulgarischen Behörden eine Fahndungsnotierung zur Festnahme im Schengener Informationssystem ausgestellt hatten. Der Gesuchte muss in Bulgarien noch eine Restfreiheitsstrafe von elf Jahren und fünf Monaten wegen Rauschgiftkriminalität, insbesondere dem Handel mit Drogen und psychotropen Substanzen, verbüßen. Der Niederländer wurde vorläufig festgenommen und zur Bundespolizeiinspektion Kleve gebracht, um weitere Maßnahmen zu ergreifen. Nach Absprache mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wird der Mann am Donnerstagmorgen dem Haftrichter beim Amtsgericht in Kleve zwecks Eröffnung des europäischen Haftbefehls vorgeführt.
Das grenzüberschreitende Polizeiteam Kleve / Zevenaar ist eine bi-nationale Kooperation verschiedener Polizeibehörden, darunter Beamte der niederländischen nationalen Politie Oost Nederland, der Koninklijken Marechaussee Zevenaar, der Kreispolizeibehörde Kleve und der Bundespolizeiinspektion Kleve. Die Beamten agieren gemäß dem deutsch-niederländischen Polizei- und Justizvertrag sowie den jeweiligen nationalen Gesetzen. Das Team führt gemeinsame Streifen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität durch.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 56367 im Jahr 2022 und 57879 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich und 6757 weiblich im Jahr 2022, während es 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Jahr 2023 war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








