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Potsdam: Polizeibeamte ziehen Bilanz für 2025

Die Bundespolizei verzeichnete 604.695 Straftaten im Jahr 2025, ein Rückgang um 5,8 Prozent. Besonders Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz nahmen um 21,4 Prozent ab.

Foto: unsplash

Potsdam (ost)

Zuerst die erfreulichen Nachrichten: Insgesamt wurden im Jahr 2025 von der Bundespolizei genau 604.695 Straftaten im Zuständigkeitsbereich registriert – ein Rückgang um 5,8 Prozent. Vor allem Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz nahmen ab. Diese gingen um 21,4 Prozent auf 194.674 Fälle zurück.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung, denn es gab einen Anstieg, unter anderem bei Gewaltdelikten im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent an. In diesem Zusammenhang nahmen auch tätliche Angriffe gegen Einsatzkräfte um 6,6 Prozent zu. Sexualdelikte blieben mit 2.822 Feststellungen auf etwa gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Erfolgreiche Fahndungen und Rückgang bei unerlaubten Einreisen in Verbindung mit Grenzkontrollen

Im Jahr 2025 konnte die Bundespolizei 333.930 gesuchte Personen identifizieren, das entspricht durchschnittlich 915 Personenfahndungstreffer pro Tag – ein Plus von 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso stiegen die Sachfahndungstreffer im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent an. Darüber hinaus wurden täglich durchschnittlich rund 61 offene Haftbefehle vollstreckt. Auch die Zahl der unerlaubten Einreisen ging deutlich zurück: 62.958 Feststellungen an allen Land-, Luft- und Seegrenzen, was einen Rückgang von knapp 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die Schleusungsfälle gingen deutlich zurück – dies alles auch dank der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen.

Abschiebungen und Rückführungen

Im Jahr 2025 unterstützte die Bundespolizei die originär zuständigen Länder bei der Rückführung von 23.947 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Rückführungsmaßnahmen um 7,7 Prozent.

Besondere Ereignisse im Jahr 2025

Am 7. Mai 2025 wurden die vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen an den Landgrenzen intensiviert und die Möglichkeit, Personen mit einem vorgebrachten Asylgesuch zurückzuweisen, deutlich erweitert.

Am 12. Oktober 2025 startete europaweit das Entry/Exit System (EES) zur Erfassung der Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen. Am 2. Dezember 2025 nahm die Bundespolizei ihre Drohnenabwehreinheit in Betrieb. In Rekordzeit wurde eine operative und flexible Einheit zur Abwehr von Drohnen aufgebaut.

Fazit

Die Bundespolizei blickt auf ein intensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Ihre Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, die Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten – trotz hoher Belastung, steigender Gewaltdelikte und auch zunehmender Gewalt gegen Einsatzkräfte. Die Bilanz für das Jahr 2025 gibt einen Einblick in die tägliche Leistung der Angehörigen der Bundespolizei.

Den vollständigen Jahresbericht finden Sie unter: www.bundespolizei.de/jahresbericht2025

Quelle: Presseportal

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