Zahlreiche Einsatzkräfte der Kreispolizeibehörde Mettmann haben einen Schwerpunkteinsatz zur Verkehrssicherheit durchgeführt, um Verstöße von Fußgängerinnen, Fahrradfahrerinnen und Autofahrerinnen zu ahnden.
Projekt Korrekt: Schwerpunkteinsatz für Verkehrssicherheit

Ratingen / Hilden / Langenfeld / Monheim am Rhein (ost)
Zahlreiche Einsatzkräfte der Kreispolizeibehörde Mettmann haben am Mittwoch, 9. September 2026, einen Schwerpunkteinsatz zur Verkehrssicherheit von Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern in den Städten Ratingen, Hilden, Langenfeld und Monheim am Rhein durchgeführt.
Im Rahmen des Konzepts “Projekt Korrekt” war die Polizei in der Zeit von 7:30 bis 14 Uhr aktiv. Unterstützt wurden die speziell ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten der Direktion Verkehr unter anderem von Einsatzkräften des Wach- und Wechseldienstes.
Die Einsatzkräfte hielten zahlreiche Auto- und Radfahrer an und führten im Rahmen des Einsatzkonzepts zahlreiche konstruktive Präventionsgespräche.
Hier die Ergebnisse im Einzelnen:
Ratingen:
In Ratingen stellten die eingesetzten Beamtinnen und Beamten fünf Verstöße fest, weil Radfahrerinnen und Radfahrer während der Fahrt mit einem Handy hantierten, hinzu kamen 15 Verstöße von Autofahrerinnen und Autofahrern, insbesondere durch Fehler beim Abbiegen.
Ferner hatte die Polizei ihren Schwerpunkteinsatz durch eine Geschwindigkeitskontrollstelle an der Daniel-Goldbach-Straße ergänzt: Hier wurden im Kontrollzeitraum insgesamt 77 Tempoverstöße festgestellt.
Hilden:
In Hilden stellten die eingesetzten Beamtinnen und Beamte 15 Verstöße von Fußgängerinne und Fußgängerin sowie Radfahrerinnen und Radfahrern fest. Ferner mussten die Einsatzkräfte insgesamt 13 Verstöße von Menschen auf einem E-Scooter ahnden – unter anderem, weil diese auf dem Gehweg oder Radweg unterwegs waren. Fünf Verstöße wurden außerdem bei Autofahrerinnen und Autofahrern festgestellt, weil diese Fehler beim Abbiegen machten.
Radverstöße fest und ahndeten diese – unter anderem wegen Nichtbeachtung der Verkehrsflächennutzung. Bei den Kraftfahrzeugführerinnen und -führern wurde in 31 Fällen ein Verwarngeld erhoben, in sieben Fällen musste wegen verkehrsrechtlicher Vergehen (zum Beispiel wegen eines Verstoßes gegen die Gurtpflicht) ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.
Langenfeld / Monheim am Rhein:
In Langenfeld und Monheim am Rhein stellten die eingesetzten Beamtinnen und Beamte 23 Verstöße von Autofahrerinnen und Autofahrern fest – insbesondere Abbiegefehler. Zudem wurden fünf Fahrer von E-Scootern mit einem Ordnungsgeld belegt, weil sie unerlaubt über Gehwege gefahren waren oder sonstige Verkehrsflächen unerlaubt genutzt hatten.
Was ist “Projekt Korrekt”?
Das Konzept wurde 2012 initiiert und soll Verkehrsunfälle mit Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern reduzieren und die Sicherheit auf unseren Straßen erhöhen. Die sogenannten “schwachen” Verkehrsteilnehmenden besitzen keine “Knautschzone” und haben deshalb ein hohes Risiko, bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt zu werden.
Bekannte Ursachen von Fahrradunfällen sind zum Beispiel das Benutzen der falschen oder verbotenen Fahrbahn, das Nichtbeachten des Rechtsfahrgebots sowie unvorsichtiges Einfahren in den Verkehrsraum. Fußgängerinnen und Fußgänger hingegen überqueren oft Fahrbahnen, ohne auf den Verkehr zu achten oder verwenden dafür nicht die vorgesehenen Ampeln oder Überwege. Die Ablenkung im Straßenverkehr durch die Nutzung von Handys ist leider eine verstärkt auftretende Unfallursache, die bei nahezu allen Verkehrsarten festgestellt wird.
Der Schwerpunkt des Projekts sind Kommunen mit erhöhtem Fahrradverkehr.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








