Eine hochwertige Armbanduhr wurde von einer dreiköpfigen Tätergruppierung erbeutet. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Pützchen-Bechlinghoven: Raub auf 90-jährigen Rollstuhlfahrer

Bonn (ost)
Die Polizei in Bonn hat nach einem Raubüberfall am Samstagnachmittag (15.08.2026) in Bonn-Vilich mit den Ermittlungen begonnen und bittet um Zeugenhinweise. Ein Trio von Räubern erbeutete eine teure Armbanduhr von einem 90-jährigen Rollstuhlfahrer.
Nach den bisherigen Untersuchungen befand sich der ältere Herr gegen 17:15 Uhr in Begleitung einer Pflegerin auf dem Bröltalbahnweg. Beide hatten zuvor das REWE-Center in Pützchen besucht und benutzten jeweils einen motorisierten Rollstuhl. Kurz nach der Kreuzung Siegburger Straße/Pützchens Chaussee wurde das Duo von einem silbernen Auto mit Essener Kennzeichen überholt und gestoppt.
Zwei Frauen und ein Mann stiegen aus dem Fahrzeug aus, das vermutlich ein Audi, BMW oder Mercedes war, und verwickelten den älteren Herrn in ein Gespräch unter dem Vorwand, nach dem Weg zu fragen. Da die Situation dem 90-Jährigen und seiner Begleitung seltsam vorkam, setzten sie ihre Fahrt zunächst fort.
Zu diesem Zeitpunkt rannte der männliche Verdächtige dem Opfer hinterher, riss ihm die teure Armbanduhr vom linken Handgelenk und warf sie in den Kofferraum des Autos. Danach stiegen die Verdächtigen wieder in ihr Fahrzeug und flüchteten mit geöffnetem Kofferraum in Richtung Siegburger Straße. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen nach den Verdächtigen verliefen negativ.
Die Verdächtigen werden wie folgt beschrieben:
1. Täter (Fahrer / Haupttäter):
Männlich, ca. 50-60 Jahre alt, etwa 1,70 m groß, übergewichtig, schwarze Haare, schwarze Hose, sprach Deutsch mit Akzent.
2. Täterin (Beifahrerin):
Weiblich, ca. 50-60 Jahre alt, etwa 1,60 m groß, schwarze Haare, trug Kopftuch, sprach schlechtes Deutsch.
3. Täterin (Rücksitzbank):
Weiblich, trug Kopftuch und dunkelblaues Kleid.
Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Mithilfe und fragen:
Die Ermittler prüfen auch einen möglichen Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall, der Ende Juli in Bonn-Schwarzheindorf stattfand.
Hinweise nimmt die Polizei in Bonn unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an kk13.bonn@polizei.nrw.de entgegen.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Besonders auffällig ist, dass die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 3590 auf 4163 zunahm. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen in Deutschland, mit insgesamt 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








