Ein Unbekannter bedrohte die Kassiererin mit einer Schusswaffe und flüchtete mit einem Komplizen auf einem E-Scooter. Polizei sucht Zeugen.
Radevormwald: Verbrecherischer Überfall auf Kiosk

Radevormwald (ost)
Am Donnerstag (9. April) gegen 17:13 Uhr betrat ein Fremder einen Kiosk in der Kaiserstraße und bedrohte die 47-jährige Kassiererin mit einer Pistole. Unter Vorhalt der Waffe forderte der Unbekannte von der Kassiererin „etwas“ in einer unbekannten Sprache für die 47-Jährige. Was genau der Fremde verlangte, blieb aufgrund der Sprachbarriere unklar. Als der 50-jährige Ladenbesitzer in den Verkaufsraum kam, flüchtete der Unbekannte sofort. Der Kioskbesitzer eilte dem Bewaffneten nach und versuchte ihn festzuhalten. Dabei stürzten die beiden Männer im Ausgangsbereich und der Fremde verlor die Pistole. Der Unbekannte sprang sofort wieder auf und flüchtete in Richtung „Im Springel“, wo ein anderer Unbekannter auf einem E-Scooter auf ihn wartete. Gemeinsam flüchteten sie auf dem E-Scooter in die Straße „Im Springel“. Eine Nahbereichsfahndung war erfolglos. Die Pistole wurde beschlagnahmt.
Die Fremden werden wie folgt beschrieben: Beide waren männlich und ungefähr 170 cm groß. Der Unbekannte aus dem Kiosk hatte dunkle Augen und trug einen grauen Kapuzenpulli, eine lange dunkle Hose sowie ein schwarzes Halstuch, das er über die Nase gezogen hatte. Der Unbekannte auf dem E-Scooter hatte dunkle Haare und trug schwarze Kleidung.
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Wipperfürth unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








