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Raubüberfall als Ausrede: 72-Jähriger erklärt Ladendiebstahl mit kreativer Beruhigungsstrategie

Ein 72-Jähriger aus Weilerswist wurde beim Ladendiebstahl erwischt, nachdem er vorgab, Opfer eines Raubüberfalls gewesen zu sein und sich beruhigen zu müssen.

Foto: Depositphotos

Weilerswist (ost)

Ein 72-Jähriger aus Weilerswist fiel in einem Supermarkt in Weilerswist durch eine ungewöhnliche kreative Begründung auf. Am Montag (30. März) wurde er im Kassenbereich von Mitarbeitenden angesprochen, nachdem der Verdacht bestand, dass er Waren nicht bezahlt hatte. Auf Nachfrage zeigte er sich kooperativ und holte aus seiner Jacke eine Flasche Wodka sowie eine Tube Haftcreme hervor, die er anschließend dem Personal übergab. Für den besonderen Unterhaltungswert sorgte jedoch seine Erklärung: Nach eigener Aussage sei er zuvor Opfer eines Raubüberfalls geworden und habe sich daher zunächst „etwas beruhigen“ müssen. Offenbar fiel die Wahl zur Stressbewältigung dabei auf eine Kombination aus Hochprozentigem und Haftcreme – eine eher ungewöhnliche, aber offensichtlich gut gemeinte Selbstfürsorge-Strategie. Konkrete Hinweise auf einen tatsächlichen Raubüberfall ergaben sich nicht. Somit bleibt als Fazit: Der Vorfall endete zwar ohne Überfall, aber mit einer durchaus originellen Begründung und einer Jacke, die deutlich mehr Inhalt preisgab als ursprünglich geplant.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Räuberieraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, stieg die Anzahl der Verdächtigen von 8073 im Jahr 2022 auf 9103 im Jahr 2023. Besonders auffällig ist der Anstieg der nicht-deutschen Verdächtigen von 3590 auf 4163. Trotz dieser Zunahme liegt Nordrhein-Westfalen immer noch unter der Region mit den meisten registrierten Raubfällen in Deutschland im Jahr 2023, wo 12625 Fälle verzeichnet wurden.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.270 12.625
Anzahl der aufgeklärten Fälle 6.473 7.478
Anzahl der Verdächtigen 8.073 9.103
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.238 8.213
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 835 890
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.590 4.163

Quelle: Bundeskriminalamt

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