Die Polizei und die Verkehrswacht bieten kostenlose Trainings für Senioren an, um die Sicherheit beim Pedelec-Fahren zu gewährleisten. Neben praktischen Übungen gibt es auch wichtige rechtliche Informationen, die überraschen können.
Rhein-Kreis Neuss: Pedelec-Schulung für Senioren

Rhein-Kreis Neuss (ost)
Schnell, praktisch und umweltfreundlich: Das Pedelec oder E-Bike gewinnt zunehmend an Beliebtheit – auch und vor allem bei älteren Menschen. Um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, bieten die Experten der Verkehrsunfallprävention der Polizei in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Neuss regelmäßig kostenlose Pedelec-Schulungen an.
Ein solches Event fand am 24. August statt. Bei schönem Wetter nahmen 13 motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil, um sich theoretisch und praktisch über sicheres Fahren mit dem Pedelec zu informieren. Das Fahrverhalten wurde in verschiedenen Szenarien geübt, wie z.B. auf einem Slalomparcours, beim Einhändig-Fahren oder bei gezielten Bremsungen. Das “Schneckenrennen” bildete den Abschluss, bei dem der langsamste Fahrer gewinnt, der dabei die Balance hält.
Auch wenn solche Übungen einfach erscheinen mögen, sind sie sehr sinnvoll: Im Alltag können unvorhergesehene Situationen auftreten, die bestimmte Manöver wie Bremsen oder Ausweichen erfordern. Wer weiß, wie sich ein Fahrrad in solchen Situationen verhält, kann Unfälle vermeiden.
Auch einige rechtliche Informationen überraschten die Kursteilnehmer. Die 0,5 Promillegrenze für Kraftfahrzeuge ist allgemein bekannt (U21 und innerhalb der Probezeit 0,0). Einige wussten jedoch nicht, dass bereits ab 0,3 Promille im Falle eines Unfalls oder bei Ausfallerscheinungen den Verlust des Führerscheins und eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr nach sich ziehen können – und dass dies auch für Fahrradfahrer gilt.
Die Polizei und die Verkehrswacht werden in Zukunft weitere kostenlose Pedelec-Kurse anbieten. Weitere Informationen zu Terminen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf der Website der Polizei unter https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/artikel/fit-mit-dem-fahrradpedelec (-14015)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In innerörtlichen Bereichen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte wurden 11.172 Personen gemeldet und 68.000 Personen wurden leicht verletzt.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








