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Rotterdam: Erneuter Vorfall mit Tankmotorschiff

Am Sonntagmorgen fuhr sich ein Tankmotorschiff auf dem Rhein fest, nachdem es Natronlauge geladen hatte. Der Schiffsführer konnte das Schiff jedoch nach dem Auspumpen der Ladung selbstständig befreien.

Foto: unsplash

Dormagen/Monheim/Duisburg (ost)

Früh am Sonntagmorgen (16. August, 05:30 Uhr) lief ein Tankschiff auf dem Rhein (Kilometer 710,6) in der Nähe des Stromhafens Dormagen auf Grund.

Vor dem Unfall hatte das Schiff 308 Tonnen Natronlauge an der Verladestation des Hafens geladen. Nach dem Beladen versuchte der 35-jährige niederländische Kapitän, das Tankschiff nach Steuerbord zu drehen, um die Reise zum geplanten Ziel Rotterdam fortzusetzen. Dabei geriet das Schiff in die Strömung und wurde in Richtung des rechtsrheinischen Ufers getrieben. Aufgrund des niedrigen Wasserstands kam es schließlich zu einer Grundberührung, bei der das Schiff stecken blieb.

Nach Rücksprache mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA Köln) pumpte der Kapitän die Ladung aus den vorderen Tanks in die hinteren, wodurch der Bug anhob und das Tankschiff ohne fremde Hilfe freikam. Der Vorfall wurde im Hafen Niehl von Beamten der Wasserschutzpolizei Köln dokumentiert.

Bei der Havarie gab es weder Personenschäden noch Sachschäden. Eine Umweltgefährdung durch auslaufende Lauge konnte sofort ausgeschlossen werden.

Bereits eine Woche zuvor war ein anderes Tankschiff an derselben Stelle auf Grund gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt musste die Schifffahrt für etwa 15 Minuten gesperrt werden, um ein Wendemanöver durchzuführen.

Quelle: Presseportal

nf24