Die Gesamtzahl der Straftaten ist erneut gesunken. Der positive Trend setzt sich fort, dank konsequenter Präventions- und Ermittlungsarbeit.
Rückgang der Kriminalität in Bochum, Herne und Witten

Bochum, Herne, Witten (ost)
„Das Sicherheitsgefühl macht eine Stadt lebenswert. Denn nur, wer sich in seinem Umfeld sicher fühlt, lebt auch gerne dort,“ mit diesem Eingangsstatement eröffneten Polizeipräsidentin Christine Frücht und Leiter der Direktion Kriminalität Dr. Carsten Dübbers am Montag, 2. März, die diesjährige Pressekonferenz der Kriminalstatistik 2025 für die Städte Bochum, Herne und Witten.
Die zentrale Botschaft: Die Gesamtzahl der Straftaten ist erneut gesunken. Der positive Trend der vergangenen Jahre setzt sich somit fort.
„Der Rückgang der Gesamtkriminalität zeigt, dass unsere konsequente Präventions- und Ermittlungsarbeit wirkt,“ so Dr. Dübbers. „Sicherheit entsteht nicht zufällig, sondern durch das engagierte Zusammenspiel von Polizei, Kommunen und aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern,“ betonte der leitende Kriminaldirektor.
Die Entwicklung der Kriminalität in den drei Städten Bochum, Herne und Witten verläuft etwas unterschiedlich. Während sie in Bochum und Witten weiter zurückgeht, verzeichnet Herne einen moderaten Anstieg. Die Aufklärungsquote bleibt dank intensiver Ermittlungsarbeit insgesamt stabil: Jede zweite Straftat wurde 2025 aufgeklärt. „Die Straßenkriminalität ist ein wichtiger Faktor für das Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum,“ führt Dr. Dübbers weiter aus. „Die Zahl in diesem Bereich ist nahe-zu unverändert. Mit 10.566 Fällen bleibt die Straßenkriminalität auf einem niedrigen Niveau.“ In mehreren Bereichen sind die Zahlen zurückgegangen, wie etwa bei Gewalt- und Diebstahlsdelikten.
„Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen.“ fährt Dr. Dübbers fort. Während im Vorjahr noch ein Anstieg von 14 Prozent zu verzeichnen war, sind die Fallzahlen 2025 zurückgegangen – und das in allen drei Städten.
Zugenommen haben hingegen die Taschendiebstähle. Auffällig ist dabei, dass sich die Taten verteilt im Stadtgebiet ereignet haben. Taschendiebstahl kann grundsätzlich überall dort stattfinden, wo Menschen unterwegs sind.
Betrugsdelikte sind im Jahr 2025 moderat angestiegen. Besonders ins Gewicht fällt die deutlich erhöhte Gesamtschadenssumme. Vor allem im Bereich des Anlagebetrugs entstehen den Opfern teilweise Verluste im sechsstelligen Bereich.
Die ausführlichen Daten zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 für die Städte Bochum, Herne und Witten finden Sie auf unserer Internetseite unter folgendem Link: https://url.nrw/BO-Kriminalstatistik
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 39.519 Fälle waren. Trotzdem konnten mehr Fälle im Jahr 2023 gelöst werden, nämlich 2.725 im Vergleich zu 1.980 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 1.633 im Jahr 2022 auf 1.897 im Jahr 2023. Interessanterweise stieg die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 1.284 im Jahr 2022 auf 1.520 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten gemeldeten Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 39.519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








