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Sankt Augustin: Falsche Microsoft-Mitarbeiter warnen vor Betrug

Ein Mann wurde Opfer einer bekannten Betrugsmasche, bei der er 700 Euro verlor. Die Polizei warnt dringend vor solchen Betrugsversuchen.

Foto: unsplash

Sankt Augustin (ost)

Ein 54-jähriger Bürger aus Sankt Augustin wurde am Montag (23. Februar) Opfer einer bekannten Betrugsmasche.

Um etwa 13:20 Uhr startete der Mann seinen Laptop, woraufhin auf dem Bildschirm eine Warnmeldung erschien. In dieser wurde er aufgefordert, eine angezeigte Telefonnummer anzurufen, um ein angebliches Problem zu beheben.

Ein Anrufer gab sich am Telefon als Mitarbeiter von Microsoft aus und behauptete, dass der Laptop des Opfers von mehreren Viren und Trojanern befallen sei. Um das Problem zu lösen, gewährte der 54-Jährige dem Anrufer Fernzugriff auf seinen Computer.

Um die vermeintliche Dienstleistung zu bezahlen, sollte der Mann aus Sankt Augustin anschließend mehrere Guthabenkarten in einem Geschäft kaufen und die entsprechenden Codes an den Unbekannten übermitteln. An diesem Punkt wurde der Mann jedoch misstrauisch und beendete das Gespräch. Später stellte das Opfer jedoch fest, dass bereits mehr als 700 Euro unberechtigt von seinem Konto abgebucht worden waren.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs aufgenommen und warnt dringend vor dieser Masche:

Reagieren Sie nicht auf die Forderungen der Anrufer, sondern beenden Sie das Gespräch. Installieren Sie keine Software, zu der Sie am Telefon aufgefordert werden. Folgen Sie auch keinen Links, die Ihnen genannt werden. Tätigen Sie keine Zahlungen (z.B. durch Herausgabe von Kreditkartendaten). Geben Sie keine persönlichen Daten wie Passwörter o. ä. preis. Im Notfall trennen Sie die Internetverbindung zu Ihrem Computer. Melden Sie den Vorfall bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Unternehmen (z.B. Banken, Softwarefirmen, Provider) werden Sie niemals auffordern, Daten auf Ihrem Computer zu installieren oder eine Fernwartung durchzuführen, ohne dass Sie zuvor eine Supportanfrage gestellt und zugestimmt haben! (Re)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 auf 21181. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2072 in 2022 und 2159 in 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 gemeldeten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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