Letzten Freitag wurden Polizisten in ziviler Kleidung in Sankt Augustin-Niederpleis von einem Cannabisgeruch überrascht. Der Fahrer gestand den Konsum, musste eine Blutprobe abgeben und darf vorerst nicht mehr fahren.
Sankt Augustin: Polizisten entdecken Cannabisgeruch im Auto

Sankt Augustin (ost)
Am vergangenen Freitag (22. Mai) waren Beamte des Verkehrsdienstes der Polizei Rhein-Sieg in zivil unterwegs. Sie waren mit dem Dienstwagen auf der Hauptstraße in Sankt Augustin-Niederpleis unterwegs, als ein starker Geruch von Cannabis durch das geöffnete Fenster ins Fahrzeug drang. Offenbar kam der Rauch von einem vor ihnen fahrenden Opel Mini-Van. Die Beamten stoppten das Fahrzeug zur Überprüfung.
Als sie sich dem Auto näherten, wurde der Geruch noch intensiver. Der 29-jährige Fahrer aus Lohmar wurde auf den Konsum von Cannabis angesprochen und gab zu, gelegentlich einen Joint zu rauchen. Das letzte Mal jedoch vor einigen Tagen. Die Polizisten fragten nochmals nach und wiesen auf den angefangenen Joint im Fußraum auf der Beifahrerseite hin.
Der 29-Jährige gestand, dass der Konsum doch nicht so lange her war. Ein Drogentest vor Ort bestätigte den Konsum.
Das Fahrzeug blieb am Kontrollort verschlossen stehen und der Fahrer aus Lohmar musste eine Blutprobe wegen Drogenkonsums am Steuer abgeben. Bis auf Weiteres darf er kein Fahrzeug mehr führen. Die Straßenverkehrsbehörde wurde informiert. (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität aufgezeichnet, wovon 63352 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 56367, darunter 49610 Männer, 6757 Frauen und 16655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 73917, wobei 65532 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 57879, darunter 51099 Männer, 6780 Frauen und 18722 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73917 – liegt Nordrhein-Westfalen auf einem ähnlichen Niveau.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








