Am vergangenen Samstagabend wurde ein Busfahrer in Schevenhütte von zwei Männern überfallen. Trotzdem setzte er sich zur Wehr und vertrieb die Täter.
Schevenhütte: Busfahrer überfallen, Täter fliehen

Stolberg (ost)
Am Samstagabend (09.05.2026) wurde ein Busfahrer in Schevenhütte von zwei Männern überfallen. Der Fahrer verteidigte sich und vertrieb die beiden unbekannten Angreifer.
Um 21:45 Uhr unterbrach der Busfahrer seine Fahrt an der Haltestelle „Helenasruh“ (Nideggener Straße) in Stolberg-Schevenhütte, um die vorgeschriebene Pause einzulegen. Als zwei Personen, die er für Fahrgäste hielt, zum Bus kamen, öffnete er die vorderen Türen des Fahrzeugs. Die Personen betraten den Bus, wobei einer von ihnen eine zerbrochene Glasflasche in der Hand hielt und nach Bargeld verlangte. Der 22-jährige Busfahrer reagierte schnell, griff die Täter an und stieß sie aus dem Bus. Anschließend schloss er die Türen und löste den Alarm aus. Die Täter flüchteten daraufhin in den angrenzenden Wald.
Die beiden Täter werden als ca. 1,80 m groß und männlich beschrieben. Einer trug eine kurze, graue Jogginghose und einen schwarzen Pullover. Er hatte kurze schwarze Haare und einen 7-Tage-Bart. Der andere Mann soll eine schwarze lange Jogginghose und eine blaue Sweatjacke getragen haben.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung aufgenommen und bittet um Zeugenaussagen: Wer hat zwischen 21:45 Uhr und 22:30 Uhr in Schevenhütte verdächtige Beobachtungen gemacht oder kann Informationen zu den Tätern geben? Zeugen können sich während der Bürozeiten unter 0241-9577 33301 oder außerhalb der Bürozeiten unter 0241-9577 34210 melden. (kg)
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle von Raubüberfällen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 1300 Fälle innerhalb eines Jahres. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen, nämlich 12625 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle gemeldet, wovon 357 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf 470, von denen 443 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 671 Verdächtige, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die im Jahr 2023 die meisten Mordfälle verzeichneten – 470 in Nordrhein-Westfalen – zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








