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Schleiden: Technik bei Führerscheinprüfung entdeckt

Verdacht bei Prüfling wegen versteckter Kamera und Mobiltelefonen, Sohn involviert

Foto: unsplash

Schleiden (ost)

Am Montag (20. Juli) ereignete sich eine unerwartete Situation während einer theoretischen Führerscheinprüfung auf einer TÜV-Prüfstelle in Schleiden. Ein 44-jähriger Mann aus Köln befand sich gegen 9 Uhr im Prüfungsraum und beantwortete die Fragen in einem ungewöhnlich langsamen Tempo. Die Prüferin wurde misstrauisch, da er besonders lange für die ersten Aufgaben brauchte. Sie vermutete, dass er eine Kamera im Kragen seiner Kleidung versteckt haben könnte und alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, hatte der Mann nur wenige Fragen beantwortet. Noch etwa 20 Fragen standen aus. Diese beantwortete er in Anwesenheit der Polizei innerhalb weniger Minuten – ein Umstand, der den Verdacht weiter verstärkte. Trotzdem bestand er die Prüfung nicht. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten eine versteckte Kamera im Kragen des Mannes. Zusätzliche Technik befand sich in seiner Hosentasche, während die Verbindungstechnik der Kamera mit Klebeband im Brustbereich befestigt war. Draußen trafen die Beamten den 23-jährigen Sohn des Prüflings aus Köln an. Auch er schien gut vorbereitet zu sein und hatte zwei Mobiltelefone griffbereit. Während eines Videoanrufs versuchte er offensichtlich, nicht erkannt zu werden. Als die Polizeibeamten jedoch auf das Display schauten, beendete er das Gespräch abrupt. Es besteht der Verdacht, dass der Sohn seinem Vater während der Prüfung die Antworten übermitteln wollte. Die technische Ausrüstung wurde beschlagnahmt. Der Plan, die theoretische Führerscheinprüfung mit moderner Technik zu bestehen, scheiterte schneller als die Theorie selbst: Statt eines bestandenen Tests gab es beschlagnahmte Technik und ein Strafverfahren. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Betrugsverdachts und Ausspähens von Daten aufgenommen.

Quelle: Presseportal

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