Mehrere Festnahmen nach Messerangriff in Herringen, darunter 23-Jähriger schwer verletzt. Polizei leitet Strafverfahren wegen versuchten Totschlags ein.
Schnelle Festnahmen nach versuchten Tötungsdelikt in Hamm

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0789
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizei Dortmund
Am Montagabend (21.09.) gab es in Herringen, einem Stadtteil von Hamm, eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, bei der ein Mann durch einen Messerstich schwer verletzt wurde. Kurz darauf nahm die Polizei mehrere Personen fest.
Um 19:40 Uhr trafen sich mehrere Personen vor einer Kampfsportschule in der Dortmunder Straße. Zuerst kam es zu verbalen Streitigkeiten, dann zu körperlichen Auseinandersetzungen. Dabei wurden Baseballschläger, Teleskopschlagstöcke und Pfefferspray verwendet.
Während der Auseinandersetzung wurde ein 23-Jähriger (aus Hamm) durch einen Messerstich in den Bauch schwer verletzt. Die Verdächtigen stiegen danach in mehrere Autos und flohen vom Tatort. Ein Fahrer überfuhr dabei den Fuß des 23-Jährigen. Ein 39-Jähriger (aus Hamm) erlitt leichte Verletzungen durch die Auseinandersetzung.
Der 23-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Bei der sofort eingeleiteten Fahndung, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, konnte die Polizei kurz darauf vier Männer in einem Mehrfamilienhaus in der Dortmunder Straße festnehmen.
Die Verdächtigen sind zwei Männer im Alter von 29 und 34 Jahren aus Bergkamen, ein 33-jähriger Mann aus Werne und ein 18-jähriger aus Arnsberg. Nach aktuellen Erkenntnissen soll der 29-Jährige das Messer benutzt haben. Der Hintergrund der Auseinandersetzung sollen familiäre Streitigkeiten sein.
Die Polizei hat ein Verfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden von einer Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund durchgeführt.
Hinweis für Medienvertreter: Derzeit können keine weiteren Informationen gegeben werden. Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft Dortmund.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle von Mord registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 458 Männer und 60 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 596 Männer und 75 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten aufgezeichneten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt







