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Schockanruf in Lippstadt

Seniorin übergibt 9.000 Euro an Betrüger. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche und gibt wichtige Hinweise zur Vorbeugung.

Foto: unsplash

Lippstadt (ost)

Am Dienstag (16.06.2026) wurde eine ältere Frau aus Lippstadt Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Täter erbeuteten dabei 9.000 Euro Bargeld.

Um 18:26 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Nach bisherigen Informationen erhielt das Opfer bereits am Morgen mehrere Anrufe von verschiedenen Telefonnummern. Eine unbekannte Anruferin informierte die Seniorin, dass ihr Sohn nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus liege. Es wurde behauptet, dass eine weitere Person verletzt wurde und dringend Geld benötigt wurde.

Im Verlauf des Gesprächs wurde der Geschädigten angeboten, mit ihrem Sohn zu sprechen. Eine männliche Stimme gab sich als ihr Sohn aus und bat dringend um Hilfe. Im Glauben, mit ihrem Sohn zu sprechen, erwähnte die ältere Frau, dass sie 9.000 Euro Bargeld zu Hause hatte.

Die Anruferin forderte das Opfer dann auf, neben dem Geld auch Bettwäsche und Handtücher in eine Tasche zu packen. Kurz darauf erschien ein bisher unbekannter Mann an der Wohnadresse und nahm die gepackte Sporttasche entgegen.

Der Abholer wird nur als etwa 180 Zentimeter groß und von normaler Statur beschrieben. Weitere Informationen zu seiner Identität liegen derzeit nicht vor.

Erst als der Sohn des Opfers am Nachmittag zusammen mit seiner Ehefrau die ältere Frau besuchte, wurde der Betrug entdeckt und die Polizei informiert.

Die Untersuchungen der Kriminalpolizei sind im Gange.

Die Polizei warnt erneut vor der Betrugsmasche des Schockanrufs und gibt folgende Ratschläge: Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte fordern niemals Bargeld oder Wertgegenstände am Telefon an.

Geben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen weiter.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger erzeugen bewusst Angst und Zeitdruck.

Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Familienmitglieder unter den bekannten Telefonnummern.

Rufen Sie im Zweifelsfall selbst die Polizei über die Notrufnummer 110 an.

Sprechen Sie insbesondere mit älteren Familienmitgliedern über die Methoden der Telefonbetrüger.

Wer im Telefonbuch steht, kann leichter als potentielles Opfer ausgewählt werden. Überprüfen Sie daher, ob ein Eintrag noch notwendig ist.

Die Polizei appelliert besonders an Familienmitglieder, regelmäßig mit älteren Verwandten über aktuelle Betrugsmaschen zu sprechen und sie für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.

Quelle: Presseportal

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