Rauch zieht über das Ruhrgebiet, Feuerwehr kämpft stundenlang gegen die Flammen
Schrottplatz in Essen brennt lichterloh

Essen-Katernberg, Emscherstraße, 24.02.2026, 4:45 Uhr (ost)
Früh am Morgen brach ein Großbrand auf einem Schrottplatz an der Emscherstraße in Essen-Katernberg aus. Um 4.45 Uhr alarmierten mehrere Anrufer die Feuerwehr wegen Flammen auf dem Gelände – bereits an Ostern 2025 gab es an derselben Stelle einen großen Brand. Siehe hierzu: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56893/6017398
Die Feuerwehrleute von der nahegelegenen Feuerwache Altenessen bestätigten den Brand kurz darauf, woraufhin weitere Einsatzkräfte sofort alarmiert wurden. Ein großer Berg Schrott stand vor Ort in Flammen. Dies führte zu einer starken Rauchentwicklung. Umfangreiche Löschmaßnahmen wurden sofort eingeleitet. Zur Bekämpfung des Brandes wurden Wasserwerfer und Strahlrohre über mehrere Drehleitern eingesetzt. Aufgrund des dichten Rauchs entschied die Einsatzleitung, die Bevölkerung über verschiedene Warnmittel zu informieren. Um 6.00 Uhr wurde die Warn-App NINA aktiviert.
Der Rauch breitete sich nach Nordosten aus und zog über die Stadtgrenze von Essen hinweg bis nach Gelsenkirchen, Herne, Bochum und sogar Dortmund. Auch die Leitstellen der Feuerwehren in den betroffenen Nachbarstädten informierten über das Feuer in Essen.
Dank der Unterstützung des Schrottplatzbetreibers konnten Schrottgreifbagger frühzeitig eingesetzt werden. Sie zogen den brennenden Schrott auseinander, sodass die Flammen gezielt gelöscht und ein Übergreifen auf größere Teile des Schrottbergs verhindert werden konnte. Nach etwa drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Anschließend wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt.
Die Umweltschutzeinheit der Essener Feuerwehr setzte mehrere Messfahrzeuge ein, um Schadstoffmessungen entlang der Rauchausbreitung durchzuführen. Glücklicherweise wurden keine erhöhten Schadstoffwerte festgestellt. Das Umweltamt der Stadt Essen wurde zur Beurteilung möglicher Umweltgefahren hinzugezogen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK), das ebenfalls alarmiert wurde, wurden Proben in der Umgebung genommen und anschließend ausgewertet.
Die Sicherstellung der Löschwasserversorgung stellte eine besondere Herausforderung dar. Ein Wasserfördersystem der Freiwilligen Feuerwehr wurde angefordert, um die Wasserzufuhr sicherzustellen. Die Umweltschutzeinheit setzte zudem ihre Spezialdrohnen zur kontinuierlichen Lagebeobachtung ein, um den Einsatz aus der Luft zu unterstützen und Echtzeitbilder zu liefern.
Insgesamt waren etwa 100 Feuerwehrleute im Einsatzgebiet tätig. Mehrere Freiwillige Feuerwehren unterstützten sowohl vor Ort als auch durch die Besetzung leerer Wachen, um die Grundversorgung in der Stadt aufrechtzuerhalten.
Die Polizei Essen ermittelt nun, was den Großbrand ausgelöst hat. Während des Einsatzes wurde die Emscherstraße vollständig gesperrt.
Quelle: Presseportal








