Mehr als 400 Verkehrsverstöße durch Polizei und Stadt Dortmund. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf illegale Rennen und Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Schwerpunktkontrollen am Dortmunder Wall

Dortmund (ost)
Lfd. Nr.: 0878
In der Nacht vom Freitag, dem 16. Oktober, auf den Samstag, den 17. Oktober, führten die Polizei Dortmund und die Stadt Dortmund im Rahmen des Präsenzkonzepts “Fokus” einen umfassenden Schwerpunkteinsatz am Dortmunder Wall durch. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes sowie die Stadtkasse unterstützten die Einsatzkräfte. Zu Beginn des Einsatzes richteten die beteiligten Behörden eine gemeinsame Kontrollstelle am Ostwall ein.
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich insbesondere auf die Bekämpfung illegaler Autorennen, erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen und Lärmbelästigungen. Neben der Polizei Dortmund beteiligten sich Mitarbeiter der städtischen Verkehrsüberwachung und der Stadtkasse an den Maßnahmen. Vier Experten unterstützten die Polizei zudem bei den technischen Fahrzeugkontrollen.
Im Rahmen des Einsatzes richteten die Polizei und die städtische Verkehrsüberwachung neun automatische Geschwindigkeitsmessstellen ein. Insgesamt wurden 5.970 Fahrzeuge erfasst. Dabei registrierten die Einsatzkräfte 308 Geschwindigkeitsüberschreitungen.
An einer Polizeimessstelle an der B1 wurden bei zwei Verkehrsteilnehmern jeweils Geschwindigkeiten von 95 km/h festgestellt, obwohl dort eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt. Solche erheblichen Überschreitungen gefährden die Verkehrssicherheit besonders – insbesondere bei regnerischem Wetter und nasser Fahrbahn wie an diesem Tag. An einer Messstelle der städtischen Verkehrsüberwachung in der Willem-van-Vloten-Straße wurde ein Verkehrsteilnehmer erfasst, der mit 61 km/h unterwegs war, obwohl dort eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt.
Die Polizei kontrollierte neben den Messungen mehr als 85 Fahrzeuge und überprüfte 107 Personen. Dabei wurden insgesamt 69 Verkehrsverstöße sowie eine Verkehrsstraftat nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz festgestellt. Bei sechs Fahrzeugen erlosch die Betriebserlaubnis. Zudem wurden drei Autos zur Erstellung technischer Gutachten sichergestellt.
Auch die Stadt Dortmund stellte bei ihren Kontrollen verschiedene Verstöße fest: Die Mitarbeiter trafen insgesamt 33 Maßnahmen und ahndeten dabei 27 Ordnungswidrigkeiten. Darunter befanden sich sieben Verstöße gegen das Landes-Immissionsschutzgesetz, das unter anderem Regelungen zum Schutz vor Lärm und Luftverschmutzung enthält. Aufgrund der Beschwerdelage seitens der Anwohner der Dortmunder Innenstadt, die sich hauptsächlich auf unzulässigen Lärm bezieht, lag der Schwerpunkt des Einsatzes aus ordnungsbehördlicher Sicht auf einem niederschwelligen Eingreifen gegen jegliche Art von Ordnungswidrigkeiten. Insbesondere Verstöße gegen das Landesimmissionsschutzgesetz und die Straßenverkehrsordnung standen dabei im Fokus.
Die Polizei Dortmund und die Stadt Dortmund führen solche Schwerpunktkontrollen regelmäßig, in der Regel einmal pro Quartal, am Dortmunder Wall durch. Damit gehen sie gezielt gegen die Raser-, Poser- und Tuningszene vor. Seit Jahren beschweren sich Bürger über die Situation rund um den Wall. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Ruhestörungen durch laute Musik, unnötiges Hupen, quietschende Reifen, aufheulende Motoren und knallende Auspuffanlagen. Darüber hinaus kommt es vereinzelt zu erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen und verbotenen Autorennen.
Um diesen Verstößen entgegenzuwirken, setzt die Polizei Dortmund neben gezielten Schwerpunktkontrollen auf eine verstärkte Präsenz im gesamten Stadtgebiet. Gemeinsam mit der Stadt Dortmund verfolgt sie festgestellte Verstöße konsequent und setzt sich damit für mehr Verkehrssicherheit und den Schutz der Anwohner ein.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon endeten 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen wurden 6.889 Unfälle (1,08%) verzeichnet. Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








