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Sicherheit in Essen 2025

Das Präsenzkonzept „Safe City“ zeigt im Stadtkern deutliche Wirkung. Maßnahmen führten zu positiver Entwicklung, Festnahmen und Rückgang der Kriminalität.

Foto: Depositphotos

Essen (ost)

45127 E.-Stadtkern: Im Jahr 2025 hat das Konzept „Safe City“ wesentlich zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtkern beigetragen. Die verstärkten Maßnahmen führten zu einer deutlich positiven Entwicklung in der Innenstadt und zu einem gestärkten Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

Im letzten Jahr wurden im Rahmen des Konzepts insgesamt 125 Personen festgenommen – darunter vorläufige Festnahmen und vollstreckte Haftbefehle. Die Präsenzkräfte verhängten insgesamt 99 Bereichsbetretungsverbote und ahndeten zudem 302 entsprechende Verstöße. Die Gewaltkriminalität ging im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Viertel zurück. Auch Straftaten mit Messern und Straßenkriminalität sind rückläufig.

Bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität wurden durch „Safe City“ etwa 15 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt, darunter etwa 1,6 Kilogramm Kokain und 1,2 Kilogramm Amphetamin sowie rund 11.000 Konsumeinheiten von Medikamenten (z.B. Tabletten).

Die mobile Videobeobachtung wurde zeitweise an zwei verschiedenen Orten eingesetzt (Marktkirche/Porschekanzel/Kettwiger Straße sowie Viehofer Straße bis Kreuzeskirchstraße/Kasteienstraße). Sie kam an 151 Tagen auf dem Markt und an 135 Tagen auf der Viehofer Straße zum Einsatz und bleibt ein wichtiges Instrument zur Kriminalitätsbekämpfung.

Die Führungsstelle der PI 1 – Mitte reagierte in Zusammenarbeit mit den Kräften von „Safe City“ auf alle Beschwerden von Bürgern, Gastronomen und Geschäftsleuten sehr schnell und zielgerichtet. Zwischen Meldung und polizeilichem Eingreifen vergingen oft nur wenige Minuten. Die schnelle Reaktion in Verbindung mit konsequentem Handeln der Einsatzkräfte ist ein entscheidender Faktor zur Stärkung des Sicherheitsgefühls. Die Anzahl der Beschwerden ist im Vergleich zur Ausgangssituation deutlich gesunken.

Größere Gruppen verdächtiger Personen sind nur noch selten zu beobachten. Betäubungsmittelhändler reagieren auf sichtbare Polizeipräsenz regelmäßig mit langanhaltendem Rückzug. Durch die fortgesetzten Präsenzmaßnahmen sind zudem weiterhin Verlagerungseffekte erkennbar. Beschaffungs- und Handelsstrukturen werden aufgebrochen, bisher genutzte Rückzugsorte können nicht mehr dauerhaft genutzt werden. Dies erschwert eine anonyme Tatausführung und unterbindet gewohnte Abläufe.

Ein Garant für die erfolgreiche Arbeit ist die Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern wie dem Kommunalen Ordnungsdienst und der Suchthilfe. Das Konzept „Safe City“ bleibt auch im Jahr 2026 ein zentraler Baustein zur langfristigen Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Essener Stadtkern. /RB

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 56367 auf 57879 zurück. Unter den Verdächtigen waren 2023 51099 Männer, 6780 Frauen und 18722 Nicht-Deutsche. Nordrhein-Westfalen bleibt damit die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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