Im Jahr 2025 verunglückten 371 Fußgänger in Dortmund, 47 schwer und 322 leicht verletzt. Am 17. September 2026 führte die Polizei Kontrollen durch.
Sicherheitstage ROADPOL und Tag ohne Verkehrstote in Dortmund und Lünen

Dortmund (ost)
Lfd. Nr.: 0779
Im Bereich der Polizei Dortmund hatten im Jahr 2025 insgesamt 371 Fußgänger Verkehrsunfälle. 47 von ihnen wurden schwer verletzt, 322 leicht verletzt. Zwei Fußgänger wurden getötet.
Deswegen führte die Polizei Dortmund am Donnerstag, dem 17. September 2026, im Rahmen des europaweiten “Tag ohne Verkehrstote” zwischen 6 und 14 Uhr Schwerpunktkontrollen in den Stadtgebieten von Dortmund und Lünen durch.
Die polizeilichen Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit verbessern, die Anzahl der Verkehrsunfälle verringern und die Bevölkerung für verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr sensibilisieren. Der “Tag ohne Verkehrstote” soll daran erinnern, dass hinter jeder Zahl in der Unfallstatistik ein Mensch steht – eine Mutter, ein Vater, ein Kind oder ein Freund. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel und bedeutet großes Leid für das Umfeld. Verkehrsunfälle passieren nicht einfach so, sie werden verursacht.
Verkehrskontrollen an sensiblen Orten Die Polizeikräfte richteten mobile und stationäre Kontrollstellen an belebten und sensiblen Orten ein, unter anderem an Schulen, am Phoenixsee sowie in den Innenstädten von Dortmund und Lünen. Zusätzlich wurden Geschwindigkeitsmessungen mit automatisierten Verfahren in der Nähe von Grundschulen und Kindertagesstätten durchgeführt.
Insgesamt wurden während der manuellen Kontrollen 165 Verstöße geahndet.
Die Ergebnisse im Detail:
Ein 36-jähriger Fahrer eines Lieferwagens fiel in Dortmund-Hörde besonders negativ auf. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass zwei Kleinkinder völlig ungesichert im Fahrzeug mitfuhren. Eines der Kinder saß auf dem Schoß der Beifahrerin.
Bei den automatisierten Geschwindigkeitsmessungen passierten über 3.100 Fahrzeuge die Messstellen. Dabei überschritten 112 Fahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit.
Prävention im Fokus
Neben den verkehrsrechtlichen Maßnahmen lag ein großer Schwerpunkt auf der Aufklärung. So fand auf dem Evinger Platz ein Verkehrserziehungstag statt, an dem die Polizei zusammen mit Partnern wie dem Familienbüro, DSW21 und der EDG teilnahm. An einem Informationsstand wurden unter anderem eine VR-Brille und Demonstrationen zum “Toten Winkel” gezeigt.
Insgesamt führten die Einsatzkräfte 125 verkehrspräventive Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. Themen waren die richtige Nutzung von E-Scootern, die Gefahren von Alkohol und Drogen, korrektes Abbiegen und die Risiken des toten Winkels.
Vision Zero – kein Verkehrstoter im Straßenverkehr
Die ROADPOL Safety Days sind eine europaweite Kampagne für mehr Verkehrssicherheit. Sie findet jährlich vom 16. bis 22. September statt – parallel zur Europäischen Mobilitätswoche der Europäischen Kommission. Die Aktion wurde 2020 vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk ROADPOL ins Leben gerufen.
Das Hauptziel der Kampagne basiert auf der “Vision Zero”: die Zahl der täglichen Verkehrstoten auf europäischen Straßen langfristig auf null zu senken. Insbesondere der 17. September wird jedes Jahr als europaweiter “Tag ohne Verkehrstote” ausgerufen.
Weitere Informationen zur Initiative ROADPOL und zur aktuellen Aktion finden Sie auf der englischsprachigen Website: https://roadpol.eu/ und https://roadpol.eu/?p=2750
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 556.792, waren übrige Sachschadensunfälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 55.296 Unfälle innerorts (8,68%), 17.437 außerorts (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








