Ein verletzter Mann wurde nicht von einem Auto angefahren, sondern von drei unbekannten Personen verfolgt, angegriffen und niedergeschlagen.
Siegburg: Verkehrsunfallflucht mit Personenschaden entpuppt sich als Körperverletzung

Siegburg (ost)
Am Freitag (14. August) wurde eine verletzte Person auf der Industriestraße in Siegburg gefunden (siehe Zeugenaufruf https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65853/6333838). Nach ersten Einschätzungen wurde der 51-jährige Mann anscheinend von einem Auto angefahren und an der Unfallstelle schwer verletzt zurückgelassen.
Die Auswertung eines privaten Videos aus der Nähe des vermuteten Unfallorts zeigt jedoch eine andere Version des Geschehens:
In dem Video ist zu sehen, wie der 51-jährige Mann gegen 21.50 Uhr von drei unbekannten Personen verfolgt, angegriffen und niedergeschlagen wird. Das verletzte Opfer bleibt bewegungslos am Boden liegen, während einer der Verdächtigen anscheinend einen Gegenstand entwendet. Danach entfernen sich die jungen Männer in Richtung Wilhelmstraße.
Die drei Angreifer werden wie folgt beschrieben: TV 1: männlich, etwa 16-25 Jahre alt, normale bis leicht kräftige Statur, trägt ein weißes T-Shirt, schwarze Jogginghose, dunkle Umhängetasche und schiebt einen E-Scooter.
TV 2: männlich, etwa 16-25 Jahre alt, dunkle Haare, dunkler Teint, leichter Bart, schlank, trägt ein weißes T-Shirt, helle blaue Jeans, dunkle Umhängetasche.
TV 3: männlich, etwa 16-25 Jahre alt, dunkle Haare, dunkler Teint, normale bis schlanke Statur, trägt ein olivgrünes Oberteil, dunkle Hose, hält ein Handy oder ähnlichen leuchtenden Gegenstand in der Hand.
Das Opfer konnte bisher nicht befragt werden, war jedoch laut Ärzten nie in Lebensgefahr.
Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Zeugen, die Informationen zu den Verdächtigen haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02241 541-3121 bei der Polizei zu melden. (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637365 Unfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Unfälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. 3764 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,59% ausmacht. Die Mehrheit der Unfälle, nämlich 556792, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 87,36% der Gesamtzahl entspricht. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








