Eine 21-jährige Frau wurde zweimal mit dem Handy am Steuer erwischt, trotz Warnung der Polizei. Das kann Menschenleben gefährden.
Siegen: Doppeltes Handy

Siegen (ost)
Handy am Lenkrad – deshalb stoppten Polizeibeamte am gestrigen Dienstag (24. Februar) ein Auto auf der Leimbachstraße. Eine 21-jährige Fahrerin benutzte ihr Handy während der Fahrt.
Die Polizisten erklärten ihr, dass dies eine Geldstrafe von 100 Euro und einen Punkt nach sich zieht. Sie wiesen jedoch auch erneut auf die Gefahren der Handynutzung im Straßenverkehr hin.
„Handys am Steuer kosten Menschenleben und zerstören Existenzen“.
„Kein Anruf, keine Nachricht ist so wichtig, dass man dafür ein Menschenleben gefährden muss.“
Diese Aussagen kommen nicht von ungefähr.
Es käme ja auch niemand auf die Idee, als Fahrzeugführer während der Fahrt für einige Sekunden die Augen zu schließen.
Genau das geschieht jedoch, wenn man sich während der Fahrt auf das Handy konzentriert.
Im besten Fall entsteht eine „partielle Blindheit“, das bedeutet, dass das Sichtfeld eingeschränkt wird und man nicht mehr mitbekommt, was neben der Straße passiert. Das kann jedoch in bestimmten Situationen entscheidend sein.“
Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h fährt man zum Beispiel in einer Sekunde 14 Meter. Eine mehrere Sekunden dauernde Unaufmerksamkeit und schon sind 45 – 60 Meter im Blindflug zurückgelegt.
In diesem Sinne appellierte die Polizei auch an die junge Frau.
Allerdings war dieser Appell offenbar schnell verpufft, denn nur wenige hundert Meter später, der Streifenwagen war immer noch hinter dem Auto der 21-Jährigen, griff sie während der Fahrt erneut zum Handy. Die Konsequenz: Ein weiteres Gespräch mit der Polizei und eine doppelte Geldstrafe.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 3.764, also 0,59%. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Tote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte auf den Straßen Nordrhein-Westfalens.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








