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Siegen-Geisweid / Kreuztal: 20-Jähriger nötigt Zivilstreife der Polizei

Zivilpolizisten staunten, als ein junger Golf-Fahrer sie mit überhöhter Geschwindigkeit überholte und Anhaltezeichen ignorierte. Der 20-Jährige wurde positiv auf Drogen getestet und erwartet nun ein Strafermittlungsverfahren.

Foto: Depositphotos

Siegen-Geisweid / Kreuztal (ost)

Selbst die Polizisten in Zivil waren erstaunt. Am gestrigen Montagmittag (01. Juni) wurde der Zivilwagen des Verkehrsdienstes von einem jungen Golf-Fahrer genötigt. Bei seinen Verstößen lächelte er die Beamten im Fahrzeug an. Doch die Redewendung „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“ bewahrheitete sich hier, denn kurz darauf folgte die Konsequenz.

Um 12:45 Uhr befanden sich die uniformierten Beamten in ihrem Zivilfahrzeug auf der HTS (Schnellstraße) in Richtung Kreuztal. In Siegen-Geisweid überholte sie ein grüner Golf mit offensichtlich deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Anstatt der erlaubten 80 km/h war er ca. 30 – 40 km/h schneller unterwegs. Zusätzlich überholte er vor den Augen der Beamten einen weiteren Pkw, der auf dem linken Fahrstreifen fuhr, unerlaubterweise rechts.

Angesichts der Verstöße entschieden die Ordnungshüter, den Golf anzuhalten und zu kontrollieren.

Als sich der Zivilwagen auf gleicher Höhe mit dem Golf befand, zeigten die Beamten Anhaltezeichen. Statt langsamer zu werden, lächelte der junge Mann die Beamten an, winkte ihnen zu und fuhr weiter. Daraufhin setzte sich der Zivilwagen vor den Golf. Der Fahrer des Golfs fuhr dicht auf und begann zu hupen.

Die Beamten ließen den Golf überholen und gaben erneut Anhaltezeichen mit eingeschaltetem Blaulicht. Unbeeindruckt fuhr der Mann weiterhin mit überhöhter Geschwindigkeit.

Schließlich gelang es den Polizisten, den grünen VW hinter der Anschlussstelle Kreuztal auf dem Standstreifen anzuhalten. Der 20-jährige Fahrer übergab einen noch zur Probe erhaltenen Führerschein. Ein durchgeführter Drogenvortest war positiv.

Der nun weniger gut gelaunte junge Mann musste die Beamten zur Polizeiwache begleiten, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Neben der Bestrafung der Ordnungswidrigkeiten erwartet den 20-Jährigen nun auch ein Strafermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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