Ein illegaler Wettbewerb endete in einem schweren Unfall mit hohem Sachschaden und einer verletzten Beifahrerin.
Siegen: Schwerer Verkehrsunfall nach illegalem Fahrzeugrennen

Siegen (ost)
Am Samstagabend (25. Juli) ereignete sich auf der Marienborner Straße ein schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person und erheblichem Sachschaden. Nach den bisherigen Informationen war zuvor ein illegales Autorennen stattgefunden.
Knapp vor 19:00 Uhr fuhren ein 28-jähriger Golf-Fahrer und ein 56-jähriger BMW-Fahrer auf der Frankfurter Straße von der Innenstadt kommend in Richtung Schleifmühlchen. Laut Zeugenaussagen überholte der Golf trotz durchgezogener Linie auf der Gegenfahrbahn mehrere Fahrzeuge und schnitt dann knapp vor dem BMW wieder ein. Danach hupten sich die beiden Autofahrer gegenseitig an.
Nachdem beide Fahrzeuge den Kreisverkehr Schleifmühlchen passiert hatten und auf der Marienborner Straße weiterfuhren, versuchte der BMW-Fahrer seinerseits den Golf zu überholen. Beim Wiedereinscheren kam es dann zum Zusammenstoß der beiden Autos. Der Golf geriet durch den Aufprall nach rechts von der Straße ab und prallte seitlich gegen die Wand einer Firmenhalle. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 80.000 Euro. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von etwa 100 Metern. Bei dem Unfall wurde die 21-jährige Beifahrerin im Golf verletzt.
Die Aussagen über den Grund der Kollision beim Wiedereinscheren widersprechen sich. Aufgrund der Schäden, der Länge des Trümmerfeldes und der ersten Zeugenaussagen besteht der Verdacht, dass beide Fahrzeuge mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als erlaubten 50 km/h unterwegs waren. Da der Verdacht eines illegalen Autorennens bestand, wurde die Marienborner Straße in beide Richtungen vollständig gesperrt, um eine umfassende Unfallaufnahme zu ermöglichen. Die beiden beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Bei der Unfallaufnahme wurde ein spezialisiertes Team aus Recklinghausen von der Polizei in Siegen unterstützt. Die Einsatzkräfte stellten außerdem die Führerscheine der beiden Fahrer sicher.
Das Verkehrskommissariat Siegen hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder durch das Verhalten der Beteiligten behindert oder gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0271/7099-0 zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Unfälle aus, was 2.13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 3764 Fällen (0.59%) vergleichsweise gering. Die meisten Unfälle (87.36%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 Unfälle (2.74%) und auf Autobahnen 6889 Unfälle (1.08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








