Ein 46-Jähriger verletzte am Mittwochnachmittag in Solingen zwei Männer lebensgefährlich mit einem Messer. Die Ermittlungen zum versuchten Tötungsdelikt sind im Gange.
Solingen: 46-Jähriger sticht auf zwei Männer ein

Wuppertal (ost)
Ein 46-jähriger Mann hat am Mittwochnachmittag, den 01.04.2026, auf der Konrad-Adenauer-Straße in Solingen zwei Personen lebensgefährlich mit einem Messer verletzt.
Um 16:50 Uhr informierten Zeugen die Polizei über einen Streit zwischen zwei Männern, bei dem der 46-jährige Türke den 48-jährigen Türken mit einem Messer angegriffen haben soll. Der Grund für den Streit ist bisher unbekannt, aber die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Männer kannten.
Nach den Ermittlungen versuchte ein 52-jähriger Deutsch-Türke, zwischen den beiden Streitenden zu schlichten, und wurde ebenfalls vom Tatverdächtigen angegriffen und schwer verletzt.
Polizisten, die in der Nähe einen anderen Vorfall aufnahmen, bemerkten die Situation und eilten zum Tatort. Sie forderten den Tatverdächtigen auf, das Messer abzulegen, als er sich den Beamten näherte und nicht reagierte.
Da der Mann das Messer nicht fallen ließ, setzten die Polizisten erfolgreich das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) ein, um ihn zu überwältigen und festzunehmen.
Die beiden schwer verletzten Männer im Alter von 48 und 52 Jahren wurden ins Krankenhaus gebracht und operiert.
Die Staatsanwaltschaft Wuppertal und eine Mordkommission haben die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt übernommen.
Während des Einsatzes und der Untersuchung des Tatorts kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um die Konrad-Adenauer-Straße.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wobei 357 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen ebenfalls eine hohe Anzahl an Mordfällen verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








