Die Polizei Aachen hat mehrere Cannabis-Plantagen entdeckt und große Mengen Betäubungsmittel, Bargeld, Waffen und Beweismittel sichergestellt.
Städteregion Aachen/ Kreis Heinsberg/ Rhein-Erft-Kreis/ Rhein-Kreis Neuss/ Mönchengladbach: Polizei Aachen beschlagnahmt Cannabis-Plantagen und Waffen

Städteregion Aachen/ Kreis Heinsberg/ Rhein-Erft-Kreis/ Rhein-Kreis Neuss/ Mönchengladbach (ost)
Die Polizei Aachen hat am vergangenen Donnerstag (24.09.2026) gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Aachen einen umfangreichen Einsatz gegen den bandenmäßigen Anbau und Handel mit Cannabis durchgeführt. Die Maßnahmen sind Teil eines bereits seit längerer Zeit laufenden Ermittlungsverfahrens gegen fünf Beschuldigte.
Insgesamt durchsuchten die Einsatzkräfte 14 Wohn- und Gewerbeobjekte in Aachen, Herzogenrath, Übach-Palenberg, Geilenkirchen, Baesweiler, Mönchengladbach, Jüchen und Elsdorf. Im Rahmen der Durchsuchungen stießen die Ermittler auf fünf Cannabis-Plantagen. Dabei stellten sie unter anderem große Mengen getrocknetes sowie verkaufsfertig verpacktes Cannabis, Cannabispflanzen, mehrere 10.000 Euro Bargeld, Waffen, Munition, diverse Datenträger, gefälschte Ausweise, weitere Ausweisdokumente und Debitkarten sicher.
Auch das für den Betrieb der Plantagen erforderliche Equipment stellten die Einsatzkräfte sicher. Die umfangreiche technische Ausstattung wurde vor Ort teilweise bereits unbrauchbar gemacht. Darüber hinaus wurden vier Pkw sichergestellt.
Im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren waren insgesamt fünf Haftbefehle erlassen worden. Vier davon wurden im Rahmen des Einsatzes vollstreckt; ein weiterer Haftbefehl war bereits im Vorfeld vollstreckt worden. Im Verlauf der Durchsuchungen ergaben sich zudem Hinweise auf zwei weitere Objekte im Rhein-Erft-Kreis. Darüber hinaus nahmen die Einsatzkräfte drei weitere Personen vorläufig fest.
An den umfangreichen Maßnahmen waren deutlich über 100 Einsatzkräfte beteiligt. Neben Kräften der Polizei Aachen unterstützten unter anderem Kräfte der beteiligten Kreispolizeibehörden sowie spezialisierte polizeiliche Einheiten den Einsatz. Auch das Technische Hilfswerk war zur Unterstützung eingebunden.
Für Kriminalrat Justus Gäntgen war es ein erfolgreicher Einsatz: “Wir haben bei diesem Einsatz nicht nur mehrere Cannabis-Plantagen entdeckt, sondern auch erhebliche Mengen Betäubungsmittel, Bargeld, Waffen und weitere Beweismittel sichergestellt. Jetzt beginnen die intensiven Auswertungen. Unser Ziel ist es, die Strukturen hinter dem illegalen Anbau und Handel weiter aufzuklären und weitere Beteiligte zu identifizieren.”
Die Ermittlungen dauern an. (sk)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch nicht im gleichen Maße, mit 63352 gelösten Fällen im Jahr 2022 und 65532 gelösten Fällen im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 56367 im Jahr 2022 und stieg auf 57879 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 49610 Männer und 6757 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 Männer und 6780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt







