Polizei ermittelt 26-jährigen Tatverdächtigen nach Überfall auf Juweliergeschäft in Greven. Täter bedrohte Mitarbeiterin mit Pistole und entwendete Schmuckstücke.
Steinfurt: Raub in Haft

Greven (ost)
Gemeinsame Erklärung von der Staatsanwaltschaft Münster und der Polizei Steinfurt
Wie bereits gemeldet (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43526/6228465) hat Anfang März ein unbekannter Mann einen Überfall auf eine Goldschmiede verübt. Nach intensiven Untersuchungen konnte die Polizei den Verdächtigen identifizieren. Es handelt sich um einen 26-jährigen Mann aus Wuppertal.
Am Dienstag (03.03.) gegen 16.45 Uhr betrat der Mann maskiert die Goldschmiede am Niederort. Dort bedrohte er die Angestellte mit einer Pistole. Zuerst schüttete der Täter Schmuck aus einigen Metallkästen in eine Sporttasche. Danach zog er die Angestellte in den hinteren Teil des Verkaufsraums, stahl dort weitere Schmuckstücke und flüchtete dann.
Nach Hinweisen von Zeugen und weiteren Ermittlungen ergab sich Ende März ein konkreter Verdacht gegen den Beschuldigten, der zu diesem Zeitpunkt bereits wegen eines anderen Vorfalls (Tatort Essen) in Untersuchungshaft saß. In diesem Fall erließ die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Münster einen weiteren Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen des Verdachts des besonders schweren Raubes in Verbindung mit Körperverletzung. Bei der Vorführung und Verkündung dieses Haftbefehls äußerte sich der Beschuldigte nicht zu den ihm vorgeworfenen Taten.
Die Staatsanwaltschaft Münster hat mittlerweile am 07.05.2026 Anklage gegen den Beschuldigten beim Landgericht Münster – Große Strafkammer – wegen des Vorwurfs des besonders schweren Raubes in Tateinheit mit Körperverletzung erhoben. Das Landgericht Münster muss nun über die Zulassung der Anklageschrift entscheiden.
Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








