Mordkommission ermittelt nach lebensgefährlicher Verletzung eines 39-Jährigen bei Familienstreitigkeiten in Gladbeck Mitte.
Streit eskaliert in Gladbeck

Recklinghausen (ost)
Am Freitagabend wurde die Polizei zu einem Streit zwischen mehreren Familienmitgliedern in Gladbeck Mitte gerufen. Dabei erlitt ein 39-jähriger Mann aus Gladbeck lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei nahm einen 43-jährigen Verdächtigen noch am Tatort fest.
Nach den bisherigen Informationen kam es gegen 19:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 17-jährigen und einem 36-jährigen Familienmitglied. Kurz darauf gesellten sich weitere Verwandte hinzu und standen vor einem Wohnhaus. Als der 43-jährige Mann aus Gladbeck von dem Streit erfuhr, fuhr er mit seinem Auto dorthin. Beim Anblick eines 39-jährigen Mannes vor dem Haus fuhr er – laut ersten Ermittlungen gezielt – auf ihn zu. Durch den Zusammenstoß mit dem Auto erlitt der 39-Jährige schwerste, lebensbedrohliche Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Die Polizei konnte den 43-jährigen Tatverdächtigen aus Gladbeck kurz darauf festnehmen. Er befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Eine Mordkommission wurde eingesetzt, um den Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes zu klären. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Verglichen mit der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen eine besorgniserregende Zunahme verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








