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Tätlicher Angriff in Essen führt zu lebensgefährlichen Verletzungen

Ein 30-Jähriger wurde von einem 19-Jährigen so schwer verletzt, dass eine Mordkommission eingerichtet wurde. Zeugen werden um Hinweise gebeten.

Foto: Depositphotos

Essen (ost)

Im E.-Nordviertel 45141: Am Samstagnachmittag (19. September) griff ein 19-Jähriger an der Beisingstraße/ Stoppenberger Straße einen 30-Jährigen so heftig an, dass zunächst Lebensgefahr bestand. Die Polizei Essen hat eine Mordkommission eingerichtet und sucht nach dem flüchtigen 19-Jährigen. Außerdem bitten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung.

Um 16:20 Uhr meldete eine Zeugin eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern an der Kreuzung Beisingstraße/ Stoppenbergerstraße auf Höhe der Haltestelle “Am Freistein”. Die Polizeibeamten trafen vor Ort auf einen 30-jährigen Algerier, der schwere Kopfverletzungen erlitten hatte und stark blutete. Die Kollegen alarmierten sofort Rettungsdienst und Notarzt und leisteten Erste Hilfe bis zu deren Ankunft. Der 30-Jährige wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

Es gab einen Streit zwischen dem 30-jährigen Algerier und einem 19-jährigen ebenfalls algerischen Staatsbürger, bevor es zu der körperlichen Auseinandersetzung kam. Der 19-jährige Verdächtige flüchtete vom Tatort und wurde noch nicht festgenommen.

Der flüchtige junge Mann ist etwa 170-175 cm groß, hat kurze braune Haare und ein südländisches Aussehen. Er trug bei der Tat eine türkise Jacke mit pinker Aufschrift auf dem Rücken und eine weiße Hose.

Zeugen, die Informationen zu dem Vorfall oder dem möglichen Aufenthaltsort des Flüchtigen haben, werden gebeten, sich telefonisch bei der Polizei Essen unter 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de zu melden.

Ein Hinweisportal wurde eingerichtet, das unter folgendem Link erreichbar ist: https://nrw.hinweisportal.de/ Personen, die Videos oder Fotos der Tat haben, werden gebeten, diese Dateien unter dem Ereignis “Essen: Versuchtes Tötungsdelikt Haltestelle “Am Freistein”” hochzuladen.

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft Essen zusammen.

Die genauen Umstände der Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen. /hey

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Im Jahr 2023 war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Mordfällen in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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