Am Freitag wurden mehrere ältere Menschen in verschiedenen Geschäften bestohlen. Die Polizei warnt vor leichtsinnigem Umgang mit Wertsachen.
Taschendiebe in Iserlohn aktiv

Iserlohn (ost)
Am Sonntag um 2.40 Uhr wurde die Polizei zu einer Prügelei am Schützenheim Am Oelbusch gerufen. Die Beamten schrieben Anzeigen wegen gegenseitiger Körperverletzung gegen zwei junge Männer (17 und 20). Ein 19-jähriger Zeuge wollte zunächst seine Personalien nicht nennen („weiß ich nicht“), anschließend wollte er die Vernehmung eines Tatverdächtigen stören. Als die Beamten das verhinderten, beschimpfte er einen Beamten als „Vollidiot“. Weil der Streifenwagen vor seinem Pkw stand, musste er zunächst warten. Im Wegfahren warf er eine Zigarettenkippe aus dem Fahrzeug und beschimpfte einen Polizeibeamten unter anderem als „Hurensohn“. Dafür bekam er eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und eine Strafanzeige wegen Beleidigung.
Am Freitagnachmittag brannten an der Walter-Jost-Straße eine Gartenhütte und eine Hecke. Ein 43-jähriger Mann wollte mit einem Gasbrenner zwischen Pflastersteinen Unkraut vernichten. Plötzlich habe die Hecke nebenan angefangen zu brennen, berichtete er später der Polizei. Beim Versuch, das Feuer zu löschen, zog er sich Verbrennungen am Unterarm zu. Das Feuer griff auf die Gartenhütte über. Die Feuerwehr löschte den Brand. Der 43-Jährige wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt.
Ein Streit um einen Parkplatz gipfelte am Freitag gegen 18.20 Uhr in einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen vier Personen. Eine 25-jähriger Mann kam mit seinem Pkw nach Hause und wollte am Gerlingser Weg auf „seinen“ Parkplatz fahren. Dort standen aber bereits Besucher eines Nachbarn. Als die Mutter des Pkw-Fahrers die Besucher gebeten habe, umzuparken, habe sich der Streit entwickelt. Angeblich seien „bis zu 50 Personen“ aus dem Haus gekommen und hätten den Pkw-Fahrer angeschrien. In der Folge sei er geschlagen und gewürgt worden. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen drei Männer (21, 25 und 26 Jahre) sowie wegen Beleidigung gegen den 25-jährigen Pkw-Fahrer.
Aus einem unverschlossen an der Oberen Mühle abgestellten orangenen Opel Movano wurde am Freitag gegen 8 Uhr ein Smartphone gestohlen. Am Siedlerweg wurde in der Nacht zum Freitag ein grau/schwarzer Seat Arona durchwühlt. Der oder die Täter entwendeten u.a. eine Mappe mit Dokumenten, ein Gutscheinheft, drei Sonnenbrillen und eine Babytrage. Am Oberen Rheinermarkweg wurde am Samstag zwischen 15.30 und 16.15 Uhr eine Seitenscheibe eines geparkten grauen Polo eingeschlagen. Als der Fahrer zu seinem Wagen zurückkam, sah er, wie eine männliche Person weglief und in einen grauen Skoda einstieg.
Am Freitag waren wieder Taschendiebe in Iserlohn unterwegs. Zwischen 11.20 Uhr und 11.30 Uhr wurde einem 80-jährigen Mann in einem Discounter an der Baarstraße die Geldbörse gestohlen. Gegen 18.30 Uhr wurde eine 80-jährige Frau beim Einkaufen in einem Warenhaus am Theodor-Heuss-Ring bestohlen. Sie kann sich noch daran erinnern, dass sie angerempelt wurde. An der Kasse stellte sie fest, dass ihre Ledergeldbörse nicht mehr in der Umhängetasche steckte. Am Samstag zwischen 10.45 und 12.30 Uhr wurde eine 68-jährige Frau in der Letmather Innenstadt bestohlen. Sie war am Morgen mit dem Bus angekommen, hatte in einem Geschäft an der Hagener Straße eingekauft und wollte zurück nach Hause. Erst beim Aussteigen aus dem Bus bemerkte sie, dass ihr Rucksack offenstand und die Geldbörse fehlte. Die Polizei rät dringend, Wertsachen dicht am Körper zu tragen – am besten in Innentaschen von Jacken oder Mänteln. Täter wissen genau, dass Kunden ihre Geldbörsen beim Einkaufen gerne in den Einkaufswagen legen oder an den Haken hängen – mit oder ohne Korb oder Handtasche. Das Vertrauen im heimischen Discounter „um die Ecke“ ist groß. Doch niemand behält seinen Einkaufswagen beim Einkaufen immer im Blick und die Diebe gehen äußerst geschickt vor. Die Täter müssen ihre Opfer nur lange genug beobachten, um dann im entscheidenden Augenblick blitzschnell und geübt zuzugreifen. Keinesfalls darf die PIN mit der Bankkarte zusammen im Portemonnaie verwahrt werden.
Zwischen Mittwoch, 22 Uhr, und Freitag, 16.25 Uhr, wurde Am Waldsaum ein Fahrrad aus einem Keller gestohlen.
Unbekannte sind zwischen Donnerstag, 16 Uhr, und Freitag, 10 Uhr, an der Straße Zum Volksgarten in ein Geschäft eingebrochen. Sie brachen mehrere Türen auf und wendeten Geld. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 02371/91991-0. (cris)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 39.519 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1980 im Jahr 2022 auf 2725 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen war in beiden Jahren ähnlich, wobei 1633 Verdächtige im Jahr 2022 und 1897 Verdächtige im Jahr 2023 erfasst wurden. Auffallend ist, dass die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1175 im Jahr 2022 auf 1442 im Jahr 2023 anstieg, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen relativ konstant blieb. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten gemeldeten Taschendiebstählen im Jahr 2023 – 39519 Fälle – ist Nordrhein-Westfalen ebenfalls stark betroffen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen verzeichnet, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die der Schwerverletzten 11.172 und die der Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








