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Taschendiebstahl in Hemer

Am Montag waren Taschendiebe in Hemer besonders aktiv. Fünf Betroffene erstatteten Anzeige bei der Polizei nachdem ihre Geldbörsen gestohlen wurden.

Foto: Depositphotos

Hemer (ost)

Mitteilung: Diebstähle vom 7.9.

Am Montag waren die Diebe in Hemer besonders erfolgreich: Insgesamt haben fünf Opfer bei der Polizei Anzeige erstattet. Zwischen 9.45 und 11 Uhr griffen sie in die Taschen anderer und zogen Geldbörsen heraus.

Die Vorfälle im Überblick: In einem Discounter am Nöllenhof-Center wurde gegen 9.45 Uhr eine 69-jährige Kundin bestohlen. Gegen 10.30 Uhr bemerkte eine 68-jährige Frau in einem Bekleidungsgeschäft, dass ihre Geldbörse fehlte. Sie erinnert sich daran, dass ihr ein junges Paar sehr nahe gekommen ist. Gegen 10.50 Uhr schlugen die Täter erneut in einem Markt am Nöllenhof-Center zu. Das 73-jährige Opfer hatte kurz zuvor in einem anderen Laden bezahlt und bemerkte im nächsten Geschäft, dass ihre Handtasche geöffnet und die Geldbörse entwendet wurde. Sie erinnert sich daran, dass sich eine Frau zweimal eng an sie gedrängt hat, als sie mit mehreren Kleidungsstücken beschäftigt war. Ungefähr zehn Minuten später wurde ein 83-jähriger Mann in einem anderen Geschäft am Neuen Markt erwischt. Er hatte seine Geldbörse in einem Rucksack auf dem Rücken verstaut. Im Laden bemerkte er, dass das Portemonnaie gestohlen wurde. Fast zeitgleich stellte ein 85-jähriger Hemeraner im selben Geschäft fest, dass auch seine Geldbörse gestohlen wurde. Er hatte sie in einer Tasche am Rollator verstaut.

Die Polizei warnt weiterhin vor Taschendieben. Wertgegenstände sollten nah am Körper aufbewahrt werden, beispielsweise in Innentaschen von Jacken. Der Einkaufswagen ist der denkbar schlechteste Ort. Die PIN sollte keinesfalls im Portemonnaie aufbewahrt werden. Andernfalls verursachen die Diebe am nächsten Geldautomaten einen noch größeren Schaden für die Opfer, bevor diese überhaupt den Diebstahl bemerken.

Opfer sollten schnell handeln und ihre Bankkarten sperren lassen. Eine solche Sperrung kann auch über die bundesweit einheitliche Sperr-Hotline 116 116 erfolgen. Gesperrte Bankkarten können jedoch weiterhin im Einzelhandel im Lastschriftverfahren verwendet werden. Dies kann nur durch eine sogenannte KUNO-Sperrung durch die Polizei verhindert werden. Die Buchstaben stehen für “Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen”. Eine solche Sperrung ist weder online noch telefonisch möglich! Bei der Anzeigenaufnahme benötigt der aufnehmende Polizeibeamte jedoch die Bank- und Kartendaten einschließlich Kartenfolgenummer. In der Folge lehnen auch Supermarkt-Kassen den Einsatz einer gestohlenen oder verlorenen Bankkarte ab. (cris)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, stieg auch die Anzahl der Verdächtigen von 1.633 im Jahr 2022 auf 1.897 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 1.284 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen die höchste Anzahl an Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 mit 39.519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

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