Eine 31-jährige Ibbenbürenerin wurde von einem falschen PayPal-Mitarbeiter betrogen, der sie dazu brachte, Apps herunterzuladen und Geld von ihrem Konto abzubuchen. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsfällen und rät dazu, niemals persönliche Daten preiszugeben.
Telefonbetrug in Ibbenbüren

Ibbenbüren (ost)
Am Dienstag (04.08.) wurde eine 31-jährige Frau aus Ibbenbüren von einem angeblichen Mitarbeiter von PayPal betrogen. Ein Unbekannter rief die Frau am frühen Mittag an und informierte sie darüber, dass verdächtige Aktivitäten auf ihrem Konto festgestellt wurden, die nun gestoppt werden müssten. Der angebliche PayPal-Mitarbeiter forderte die Frau am Telefon auf, verschiedene Anwendungen auf ihrem Handy zu installieren. Durch das Herunterladen der Anwendungen wurde der Frau suggeriert, dass sie über ein Crypto-Konto verfügen würde. Anschließend wurde ihr ein Passwort mitgeteilt, mit dem ein dreistelliger Betrag von ihrem Konto abgebucht wurde.
Nach einem anschließenden Gespräch mit ihrer Hausbank wurde ihr mitgeteilt, dass es sich um einen Betrug handelt.
Die Polizei warnt vor solchen Vorfällen. Wenn angebliche Mitarbeiter von Banken oder Zahlungsdiensten Sie anrufen und von vermeintlichen Aktivitäten auf Ihrem Konto berichten: Legen Sie sofort auf. Geben Sie niemals unbekannten Personen Daten preis oder lassen Sie sich dazu verleiten, beispielsweise Anwendungen auf Ihr Handy herunterzuladen. Nehmen Sie direkt Kontakt zu Ihrer Bank oder Ihrem Zahlungsdienstleister unter den Ihnen bekannten Nummern auf. Sollte es dennoch zu einem Schaden kommen, wenden Sie sich an die Polizei.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der registrierten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 mit 22125 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








