Am Dienstag wurde eine 75-jährige Kaarsterin Opfer eines Telefonbetrugs. Ein Unbekannter erlangte Zugriff auf ihren Computer und versuchte, persönliche Daten zu erlangen. Keine Abbuchung erfolgte.
Telefonbetrug in Kaarst

Kaarst (ost)
Am Dienstag (12.05.) wurde einer 75-jährigen Kaarsterin eine Nachricht auf ihrem Computer angezeigt. Es wurde behauptet, dass sich ein Trojaner auf ihrem Computer befindet und sie nun eine Telefonnummer anrufen muss. Als die Frau dieser Aufforderung nachging, wurde das Gespräch von einem Mann entgegengenommen. Der Unbekannte erlangte Zugriff auf den Computer und fragte nach mehreren Passwörtern und Verifizierungscodes. Während des Telefonats erkannte die Dame den Betrug. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu keinem Geldabzug.
Die weiteren Untersuchungen werden vom Kriminalkommissariat 12 durchgeführt.
Obwohl die Methoden der Betrüger variieren, versuchen sie oft, die Angerufenen mit überzeugenden Erklärungen unter Druck zu setzen und zu schnellem Handeln zu verleiten. Die Betrüger geben sich dabei gerne als Mitarbeiter bekannter Unternehmen oder Behörden aus.
Empfehlungen der Polizei:
Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten preis! Mitarbeiter großer Unternehmen, Banken oder Behörden, Polizeibeamte oder Staatsanwälte werden Sie nicht aus einem legitimen Grund anrufen und nach Bankdaten, PIN/TAN-Nummern, Wertgegenständen oder ähnlichem fragen. Das ist Betrug! Beenden Sie verdächtige Anrufe sofort! Weitere Informationen zu den Vorgehensweisen der Betrüger und den Präventionstipps der Polizei finden Interessierte unter https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/artikel/vorsicht-vor-betruegern.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








