Die Polizei Köln sucht dringend Zeugen für den Vorfall, bei dem ein Autofahrer absichtlich auf einen Motorradfahrer zugefahren ist.
Tötungsdelikt im Straßenverkehr in Rösrath

Köln (ost)
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Köln haben folgende Informationen veröffentlicht:
Nach einem möglicherweise absichtlich herbeigeführten Unfall in Rösrath bittet die Polizei Köln dringend um Zeugen, die am 7. Juli (Dienstag) das Geschehen beobachtet oder sogar gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein 49-jähriger Autofahrer befindet sich in Untersuchungshaft.
Um 19 Uhr an diesem Dienstagabend soll ein Motorradfahrer den 49-Jährigen überholt haben. Danach soll der Autofahrer mehrmals absichtlich auf den 21-Jährigen zugefahren sein, bevor er ihn auf der Sülztalstraße angefahren, auf die Motorhaube geladen und vom Unfallort geflüchtet sein soll. Der Fahrer des Kawasaki stürzte und wurde leicht verletzt. Ein aufmerksamer Zeuge (43) verfolgte das Auto und alarmierte die Polizei. Beamte kontrollierten den 49-Jährigen und sicherten sein Auto und seinen Führerschein.
Im Rahmen der weiteren Untersuchungen hat die Staatsanwaltschaft das zunächst als Verkehrsdelikt eingestufte Verfahren als versuchtes Tötungsdelikt umklassifiziert. Eine Mordkommission wurde eingesetzt. Am 10. Juli wurde der 49-Jährige von Ermittlern an seinem Wohnort im Rhein-Sieg-Kreis festgenommen. Anschließend wurde der Beschuldigte aufgrund eines Haftbefehls, der vom Gericht erlassen wurde, in Untersuchungshaft genommen, wo er sich seitdem befindet.
Die Ermittlungen werden vom Kriminalkommissariat 11 durchgeführt. Die Polizei sucht weiterhin dringend Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder über Handyvideos des Geschehens verfügen. Hinweise nimmt die Polizei Köln unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. (ja/ts)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männlich war. Im Jahr 2023 waren 596 der Verdächtigen männlich, im Vergleich zu 458 im Jahr 2022. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 auf 310. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 bei 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








