Ein 17-jähriger Dortmunder wurde wegen eines versuchten Tötungsdelikts in der Heinrich-Wenke-Straße festgenommen. Der 19-jährige Geschädigte wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Tötungsdelikt in Dortmund-Mitte, Polizei verhaftet 17-jährigen Verdächtigen

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0855
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizei Dortmund
Früh am Sonntagmorgen (11. Oktober) ereignete sich in der Heinrich-Wenke-Straße in Dortmund-Mitte ein versuchtes Tötungsdelikt. Die Polizei hat einen 17-jährigen Verdächtigen festgenommen.
Laut ersten Ermittlungen geriet der 17-jährige Dortmunder gegen 3:50 Uhr in einer Wohnung in der Heinrich-Wenke-Straße in einen Streit mit einer 18-jährigen Dortmunderin, der sich dann auf die Straße verlagerte. Als ein 19-jähriger Mann aus Unna eingriff, stach der 17-Jährige plötzlich mehrmals mit einer Schere auf den Mann ein. Der Verdächtige und der schwer verletzte 19-jährige Geschädigte flüchteten daraufhin.
Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen trafen Polizisten den Verdächtigen im Bereich der Adlerstraße an und nahmen ihn fest. Dabei leistete er Widerstand. Der Geschädigte wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Untersuchungen zu den genauen Hintergründen dauern an.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund wurde vom Amtsgericht Dortmund Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags erlassen. Der Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.
Hinweis für Vertreter der Medien:
Presseauskünfte werden ausschließlich von der Staatsanwaltschaft Dortmund erteilt. Bitte richten Sie Rückfragen zu dieser Pressemitteilung an den Staatsanwalt Felix Giesenregen unter der Telefonnummer 0231/92626104.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023 anstieg. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen eine der Regionen mit den höchsten Mordraten in Deutschland ist.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








