Ein 20-jähriger Mann wurde durch einen Axthieb lebensgefährlich verletzt. Tatverdächtiger festgenommen, Ermittlungen laufen.
Tötungsdelikt in Minden

Bielefeld (ost)
FR / Bielefeld / Minden – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 07.08.2026, wurde ein 20-jähriger Mann aus Minden durch einen Axthieb lebensgefährlich am Kopf verletzt. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.
Die Polizei Bielefeld hat eine Sonderkommission für ein versuchtes Tötungsdelikt in einem Mehrfamilienhaus in der Stiftsallee eingesetzt.
Nach den aktuellen Informationen hatten sich Familienmitglieder zum Kartenspielen getroffen. Aus bisher ungeklärten Gründen soll dann ein 51-jähriger Mann mit irakischer Staatsangehörigkeit gegen 00:20 Uhr seinem 20-jährigen Neffen mit einer Axt am Kopf verletzt haben. Zwei Familienmitglieder griffen sofort ein und alarmierten den Rettungsdienst und die Polizei. Der dringend Verdächtige und die beiden Familienmitglieder erlitten leichte Verletzungen.
Der 51-Jährige wurde am Freitagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld einem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung gegen den Mann.
Die Sonderkommission, unter der Führung von Erster Kriminalhauptkommissar Markus Mertens, setzt sich aus Beamten der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke und des Polizeipräsidiums Bielefeld zusammen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wovon 357 gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen ebenfalls eine hohe Anzahl an Mordfällen verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








