Ein 39-jähriger Ukrainer wurde schwer verletzt aufgefunden. Die Täter sind flüchtig, die Polizei sucht nach Zeugen.
Tötungsdelikt in Paderborn

Bielefeld (ost)
Am Samstagabend, den 30.05.2026, wurde ein Mann mit schweren Verletzungen in der Westernmauerstraße gefunden. Die mutmaßlichen Täter sind auf der Flucht.
Zur Zeit von 19:51 Uhr meldeten Zeugen der Polizei einen bewusstlosen 39-jährigen Ukrainer, der in der Nähe eines Imbisses in der Westernmauerstraße gefunden wurde.
Bei der Ankunft der Rettungskräfte fanden die Beamten einen Mann mit schweren Verletzungen. Das Opfer war nicht ansprechbar und wurde sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Eine Blutspur führte vom Fundort des verletzten Mannes 250 Meter durch die Innenstadt bis zum hinteren Ausgang einer Passage in der Alten Torgasse.
Die sofortige Fahndung nach dem Täter oder den Tätern war erfolglos. Die genauen Umstände der Tat sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Nach dem Vorfall fiel Zeugen an einem Kiosk in der Bahnhofstraße ein älterer Mann auf. Sie beschrieben ihn als vermutlich russischer Herkunft, zwischen 45 und 56 Jahren alt, mit eckiger Sonnenbrille und weißem T-Shirt. Er soll gesagt haben, er habe jemanden wegen seiner Nationalität erstochen. Der Mann trug eine Mütze mit kurzem Schirm.
Das Polizeipräsidium Bielefeld hat eine Mordkommission unter der Leitung von Erstem Kriminalhauptkommissar Markus Mertens eingerichtet, bestehend aus Beamten der Polizei Bielefeld und Paderborn. Die Mordkommission hat sofort mit der Untersuchung des Tatorts begonnen.
Wer hat zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht? Die Polizei sucht weitere Zeugen, die sich zur fraglichen Zeit am Kiosk in der Bahnhofstraße aufgehalten haben. Wer kennt eine Person, auf die die oben genannte Beschreibung zutrifft? Zeugen werden gebeten, sich an die Mordkommission zu wenden. Hinweise zum Tathergang werden unter der Telefonnummer 0521/545-0 entgegengenommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wovon 357 gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 470, von denen 443 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Anzahl von Mordfällen verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








