Die Polizei in Ratingen untersucht ein vollendetes Tötungsdelikt an einer 77-jährigen Seniorin. Die Tochter und der Ehemann des Opfers wurden als Tatverdächtige festgenommen.
Tötungsdelikt in Ratingen: Polizei ermittelt

Ratingen (ost)
In Ratingen wurde der Polizei am Freitagabend (5. Juni 2026) ein vollendeter Mord an einer 77-jährigen Seniorin in einem Einfamilienhaus in der Pommernstraße gemeldet.
Es wurden entsprechende Untersuchungen eingeleitet – eine Sonderkommission unter der Leitung des Polizeipräsidiums Düsseldorf wurde eingesetzt.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gehen die Behörden von einer Tat im familiären Umfeld aus – die Frau wurde anscheinend durch massive Gewalt getötet.
Die Polizei hat am Freitagabend zunächst sowohl die 42-jährige Tochter als auch den 80-jährigen Ehemann des Opfers als Verdächtige festgenommen. Die Tochter informierte die Polizei selbst über den Mord. Vor Ort fanden die Polizeikräfte die Leiche der 77-Jährigen.
Die 42-jährige Deutsche wird heute, am Samstag, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf einem Haftrichter vorgeführt. Der Verdacht gegen den Ehemann des Opfers hat sich bisher nicht erhärtet, daher soll er nach den ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen freigelassen werden.
Die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Das Einfamilienhaus in der Pommernstraße wurde als Tatort versiegelt – die Ermittlungen, auch bezüglich möglicher Motive und Hintergründe, dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle von Mord registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Insgesamt gab es 206 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022 und 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region in Deutschland mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen einen signifikanten Anteil an den Mordfällen in Deutschland ausmacht.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








