Ein 21-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen, nachdem er auf einen 34-jährigen Berliner geschossen hatte.
Tötungsdelikt vor Bielefelder Bahnhof

Bielefeld (ost)
HC/ Bielefeld- Mitte- Nachdem heute Morgen, am 08.08.2026, ein Verdächtiger nach einem Schuss vor dem Bahnhof Bielefeld festgenommen wurde, begann die Mordkommission der Polizei Bielefeld mit den Ermittlungen.
Den aktuellen Informationen zufolge sollen der 21-jährige deutsche Verdächtige und drei weitere Personen gegen 05:50 Uhr am Bahnhofsvorplatz auf einen 34-jährigen Berliner eingeschlagen und getreten haben. Die Hintergründe werden noch untersucht.
Nachdem der 34-jährige entkommen konnte, soll der polizeibekannte 21-Jährige auf ihn geschossen haben. Der Schuss verfehlte das Opfer und traf stattdessen die Tür eines wartenden Taxis eines 57-jährigen Bielefelders. Der flüchtende alkoholisierte Verdächtige wurde kurz darauf in der Nähe des Tatorts von Streifenpolizisten festgenommen, die sich wegen eines anderen Einsatzes in Bahnhofsnähe aufhielten. Während der Flucht hatte er die Waffe weggeworfen, die dann von den Beamten in der Herbert-Hinnendahl-Straße gefunden wurde. Aufgrund der vorherigen körperlichen Auseinandersetzung erlitt das Opfer leichte Verletzungen. Nach der ärztlichen Behandlung konnte er das Krankenhaus verlassen.
Der Tatort wurde großräumig abgesperrt und die Mordkommission der Polizei Bielefeld übernahm die Ermittlungen. Ein Arzt entnahm dem alkoholisierten Festgenommenen auf der Polizeiwache eine Blutprobe.
Der Verdächtige wurde heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld dem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags erließ.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 im Jahr 2022 auf 443 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Davon waren 458 männlich, 60 weiblich und 206 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der männlichen Verdächtigen auf 596, die weiblichen Verdächtigen auf 75 und die nicht-deutschen Verdächtigen auf 310. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








