Zwei Brände innerhalb weniger Minuten. Ein 44-jähriger Mann wurde nach Brandstiftung und Beleidigung vorübergehend festgenommen, Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Troisdorf: Brandstifter vorläufig festgenommen

Troisdorf (ost)
In der Nacht zum Sonntag (12. Juli) wurde die Polizei gegen 03.30 Uhr zu einem Vorfall im Parkhaus an der Poststraße in Troisdorf gerufen. Dort hatte eine unbekannte Person ein Fahrrad in Brand gesetzt. Während die Feuerwehr den Brand löschte, um eine Ausweitung des Feuers zu verhindern, ging eine weitere Meldung über ein Feuer ein. Nur wenige Meter entfernt in der Sieglarer Straße brannte ein Müllereimer. Ein Augenzeuge hatte aus dem Fenster beobachtet, wie ein Mann ohne Shirt zunächst versucht hatte, eine Grünfläche in Brand zu setzen. Als dies misslang, zündete die Person dann den Müllereimer an. Der Zeuge verständigte die Notrufnummer und folgte dem mutmaßlichen Brandstifter, bis die Polizei eintraf.
Der Verdächtige ist ein 44-jähriger Mann, der der Polizei bereits bekannt ist. Er war in der Vergangenheit wegen Brandstiftung auffällig geworden. Der alkoholisierte 44-Jährige wurde vorläufig festgenommen.
Der Festgenommene verhielt sich gegenüber den Polizisten aggressiv und beleidigte sie auf sexueller Ebene. Zudem versuchte er, die Beamten anzuspucken. Da er einen meldepflichtigen Krankheitserreger gemäß dem Infektionsschutzgesetz in sich trägt, wurde neben der Brandstiftung auch ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen ihn eingeleitet.
Da kein Haftgrund festgestellt werden konnte, musste die Polizei den 44-Jährigen nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wieder freilassen. Die Ermittlungen dauern an. (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








