Polizei bittet um Hinweise. Ein bewaffneter Mann forderte Bargeld von Kioskbesitzer und flüchtete. Tatverdächtiger beschrieben als 30-40 Jahre alt, kräftig, mit rosa T-Shirt und auffälligem Motorradhelm.
Troisdorf: Öffentlichkeitsfahndung nach Raub auf Kiosk

Troisdorf (ost)
Am 06. Dezember 2025 ereignete sich in Troisdorf ein Raubüberfall auf einen Kiosk. Gegen 20:40 Uhr betrat ein Verdächtiger mit einem Messer bewaffnet das Geschäft in der Hans-Böckler-Straße. Der Mann trug einen Motorradhelm und forderte den Besitzer auf, ihm Bargeld zu geben. Der Geschädigte übergab einen zweistelligen Eurobetrag und der Verdächtige flüchtete zu Fuß in Richtung der Straße „Am Bergeracker“.
Der Besitzer des Kiosks erstattete zunächst keine Anzeige bei der Polizei. Das vorhandene Videomaterial wurde von Dritten in sozialen Medien geteilt. Auf diese Weise erfuhr die Polizei Anfang Januar 2026 von dem Vorfall und konnte erst mit erheblicher Verzögerung mit ihren Ermittlungen beginnen.
Durch die Videoaufnahmen und die Aussagen des Zeugen ergibt sich folgende Beschreibung des Täters: männlich, etwa 30 bis 40 Jahre alt, kräftige Statur, trug ein rosa T-Shirt, kurze blaue Hose, schwarze Schuhe mit weißen Streifen, ein rotgemustertes Halstuch und einen auffälligen schwarzen Motorradhelm mit der Aufschrift NEXO. Der Gesuchte soll mit Akzent Deutsch gesprochen haben.
Umfangreiche Ermittlungen führten zu einem 37-jährigen Verdächtigen und seinem Aufenthaltsort. Ende Januar wurde eine Wohnungsdurchsuchung durchgeführt, bei der der Verdächtige angetroffen wurde. Die Kleidung, insbesondere der Helm und das Halstuch, konnten jedoch nicht gefunden werden. Die Tat konnte daher nicht eindeutig dem Troisdorfer nachgewiesen werden. Die Polizei veröffentlicht nun aufgrund eines richterlichen Beschlusses Bilder der Tat, die unter https://polizei.nrw/fahndung/196767 eingesehen werden können.
Die Polizei bittet nun um Hinweise zu der abgebildeten Person, dem auffälligen Schal oder dem Helm. Wer hat die Person mit kurzer Hose am Nikolaustag 2025 gesehen? Hinweise werden unter 02241 541-3221 entgegengenommen. (Uhl)
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich zur Region in Deutschland mit den meisten registrierten Raubüberfällen im Jahr 2023 – 12625 – liegt Nordrhein-Westfalen auf ähnlichem Niveau.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








