Die Bundespolizei hat bei einer Einreisekontrolle am Flughafen Köln/Bonn über 100.000 Euro aus Drogengeschäften sichergestellt. Der 49-jährige Deutsche war wegen bandenmäßiger Betäubungsmitteldelikte rechtskräftig verurteilt worden.
Über 100.000 Euro beschlagnahmt, Bundespolizei greift am Flughafen Köln/Bonn zu

Flughafen Köln/Bonn (ost)
Während einer Einreisekontrolle am Flughafen Köln/Bonn wurde am Morgen des 16. März 2026 ein 49-jähriger deutscher Staatsbürger von der Bundespolizei überprüft. Dabei wurden im Rahmen der Vermögensabschöpfung mehrere tausend Euro sichergestellt.
Der Mann war zuvor mit einem Flug aus Valencia angekommen und wurde während einer Kontrolle von den Beamten ins Visier genommen. Eine Überprüfung seiner Identität ergab, dass ein Vollstreckungsauftrag der Staatsanwaltschaft Mainz gegen ihn vorlag. Er war wegen bandenmäßiger Betäubungsmitteldelikte rechtskräftig verurteilt worden.
Zur weiteren Klärung des Sachverhalts wurde der Mann zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Dort gab er an, dass er 7.400 Euro Bargeld bei sich hatte.
Da noch eine offene Forderung in Höhe von über 100.000 Euro aus dem zugrunde liegenden Verfahren bestand, wurde das mitgeführte Bargeld sofort zur Vollstreckung verwendet.
Der Vorfall wurde dokumentiert und ein entsprechendes Pfändungsprotokoll überreicht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Mann die Dienststelle wieder verlassen.
Die Bundespolizei betont die Wichtigkeit der konsequenten Vermögensabschöpfung als effektives Mittel im Kampf gegen die organisierte Betäubungsmittelkriminalität. Das Ziel ist es, rechtswidrig erlangte Vermögenswerte nachhaltig zu entziehen und kriminelle Strukturen empfindlich zu treffen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49610 auf 51099 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 6757 auf 6780 blieb. Die Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023, die 73917 Fälle verzeichnete, bleibt Nordrhein-Westfalen eine der Regionen mit den höchsten Drogenraten im Land.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








